Ronaldo, wer sonst?

Heute Abend wird in Zürich der Weltfußballer des Jahres 2016 gekürt. An Europameister Cristiano Ronaldo führt kein Weg vorbei, als beste Spielerin im Jahr 2016 könnte eine deutsche Olympiasiegerin ausgezeichnet werden.

Seine weißen "Angeber"-Schuhe mit der goldenen Sohle kann Cristiano Ronaldo gleich anbehalten. Wenn am heute Abend (18.30 Uhr/Eurosport) in Zürich der Weltfußballer des Jahres 2016 gekürt wird, führt kein Weg an dem portugiesischen Europameister vorbei. Die, die den 31-Jährigen, der erst am Samstag in eben jenem Schuhwerk stolz seinen "Goldenen Ball" präsentiert hatte, partout nicht leiden können, müssen ganz stark sein.

"Es war ein traumhaftes Jahr", sagte Ronaldo , der 2016 einfach zu viele Titel gewonnen hat, als dass Lionel Messi (Argentinien) und Antoine Griezmann (Frankreich) bei der offiziellen Wahl des Weltverbands Fifa eine Chance hätten. "Obrigado", also danke, schrieb der Superstar von Real Madrid schon an Silvester in den sozialen Medien und lud seine Millionen Fans in eine Art virtuelles Museum ein, wo er stolz seine Trophäen zur Schau stellte. Den "echten" Ballon d'Or durften die Madrilenen dann vor dem 5:0 am Wochenende gegen den FC Granada bewundern.

Dass Ronaldo in diesen Tagen so oft in die Kameras grinsen kann, liegt am Wahl-Wirrwarr. Erstmals seit 2009 zeichnet die Fifa den Weltfußballer wieder in Eigenregie aus, der Goldene Ball von der Fachzeitschrift France Football wurde davon unabhängig vergeben. In Zürich geht es deshalb um den "The Best - Fifa Football Award", der so aussieht wie der graue Cousin der goldenen WM-Trophäe.

Als Weltfußballerin könnte Olympiasiegerin Melanie Behringer (31) triumphieren, die beim Turnier in Brasilien die meisten Tore erzielt hatte. Neben ihr stehen Vorjahressiegerin Carli Lloyd (USA) und die Brasilianerin Marta zur Wahl. Berechtigte Hoffnungen machen kann sich auch Ex-Bundestrainerin Silvia Neid , die nach dem Olympiasieg zu den Finalistinnen bei der Welttrainerin einer Frauenmannschaft gehört. Doch der Star des Abends wird der neue Weltfußballer - also Ronaldo .