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Röchling Völklingen startet mit 2:2 gegen Alzenau in die Relegation

Regionalliga-Relegation : „Das ist etwas zu wenig für uns“

Röchling Völklingen startet mit einem 2:2 gegen Bayern Alzenau in die Relegation zur Regionalliga Südwest. Am Sonntag geht es zu den Stuttgarter Kickers.

Die Oberliga-Fußballer des SV Röchling Völklingen mussten sich am gestrigen Donnerstag in ihrem Heimspiel zum Auftakt der Dreierrunde um den Aufstieg in die Regionalliga Südwest mit einem Unentschieden begnügen. Die Gastgeber kamen vor rund 900 Zuschauern im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion gegen den FC Bayern Alzenau trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2:2 (1:1).

Völklingen fand gegen den Vizemeister der Hessenliga gut in die Partie und legte gegen Ende der ersten Hälfte das erste Tor vor. Nach einem Freistoß von Fabian Scheffer gelangte der Ball rechts am Strafraum zu Jordan Steiner, dessen Flanke Maziar Namavizadeh akrobatisch per Direktabnahme im linken Eck unterbrachte – 1:0 (39. Minute). Die Freude währte aber nur kurz, denn im direkten Gegenzug glückte Alzenau der Ausgleich: Ein Kopfball­aufsetzer von Gästeakteur Patrick Kalata sprang auf dem ramponierten Rasen im Fünf-Meter-Raum komisch ab. Völklingens Torwart Sebastian Buhl bekam die Beine zwar noch zusammen, doch gegen den Abstauber von Hedon Selishta aus kurzer Distanz war er machtlos – das 1:1 (41.) war auch der Pausenstand.

„Wir waren von Anfang an richtig gut im Spiel, spielen eine sehr gute erste Halbzeit und kassieren sehr unglücklich den Ausgleich“, sagte Völklingens verletzter Regisseur Nico Zimmermann, der für den weiter krankgeschriebenen SVR-Cheftrainer Günter Erhardt erneut die Betreuung des Teams übernahm. „Nach vorne hat uns insgesamt der Mut gefehlt, dass wir häufiger direkt den Abschluss suchen“, ergänzte „Zimbo“. Er spielte damit auch auf eine Szene in Hälfte zwei an, als der bärenstarke Julian Kern mit seinem Solo über links eine Topchance einleitete, die der im Zentrum freistehende Marcel Linn aber vertändelte. Er suchte noch mal den Querpass statt selbst zu schießen (59.).

Danach musste Völklingen bei einer guten Chance durch Alze­naus Manuel Konate die Luft anhalten (61.), ehe Linn die erneute Führung gelang. Namavizadeh kam im Luftkampf vor Bayern-Torwart Ioannis Takidis ans Leder, das in die Mitte prallte, wo Linn per Kopf zum 2:1 eindrückte (67.). Doch wieder kamen die Bayern, die seit Jahren aus Gründen der geringeren Entfernung im hessischen Spielbetrieb spielen, postwendend zurück: Nach einem Steilpass tauchte Selishta rechts im Strafraum auf und überwand Buhl zum 2:2 (72.) – dabei blieb es bis zum Schlusspfiff der Partie.

„Das ist etwas zu wenig für uns. Wir dürfen den Gegner nicht so schnell zurückkommen lassen“, sah Mittelfeldspieler Idir Meridja, der bereits vor zwei Jahren mit dem SV Röchling über die Relegation aufgestiegen war, eine verpasste Chance. Dennoch lebt der Traum vom erneuten Regionalliga-Aufstieg zumindest bis Sonntag weiter, wenn Völklingen um 14 Uhr sein zweites Spiel bei den Stuttgarter Kickers spielt. Stuttgart holte durch ein 4:3 beim FSV Bissingen die Vizemeisterschaft in der Oberliga Baden-Württemberg. Letzte Saison hatte der SVR beim Regionalliga-Mitabsteiger 4:1 gewonnen – auch das Rückspiel ging damals mit 2:0 an Völklingen.. „Wir sind etwas traurig, weil wir es besser können. Aber es ist noch alles für uns möglich“, hat Meridja den Aufstieg noch nicht abgehakt.