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Röchling Völklingen ist noch in der Warteschleife

Teilnahme an der Relegation : Röchling Völklingen ist noch in der Warteschleife

Oberligist wartet noch auf Zusagen von Sponsoren, um die 35 000 Euro Kaution für die Regionalliga-Relegation stellen zu können.

Die Vorfreude der Spieler war am Samstag schon kurz nach dem Abpfiff greifbar: Mit dem 4:1-Heimsieg über den FSV Jägersburg hatte sich Fußball-Oberligist SV Röchling Völklingen auf sportlichem Weg gerade erst die Teilnahme an der Relegation zur Regionalliga Südwest gesichert, da schien diese bereits allgegenwärtig: "Das werden zwei geile Spiele", frohlockte Marcel Linn, während Teamkollege Dominic Altmeier ins Schwärmen geriet: "Ich habe im Vorjahr die Relegation mit Hauenstein gespielt - dafür spielt man Fußball."

Zwar wäre für Röchling auch die Meisterschaft bei drei Zählern Rückstand auf den TSV Schott Mainz noch möglich, doch das Restprogramm des Spitzenreiters ist leichter. Und Mainz dürfte angesichts der letzten Partie gegen Schlusslicht Burgbrohl das bessere Torverhältnis erzielen.

Also eher Relegation, wobei selbst dahinter ein Fragezeichen steht: Bis Freitag, 12. Mai, muss der Verein 35 000 Euro Kaution hinterlegen, um die Dreierrunde spielen zu dürfen. Ob das geschieht, ist unklar, denn Stand jetzt seien die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Regionalliga nicht erfüllt, sagt Röchlings Vorsitzender Wolfgang Brenner: "Wir warten auf die Rückmeldung von Firmen, die unsere Problematik kennen. Es gab positive Anzeichen, aber die finale Zusage fehlt - und ehe wir die nicht haben, hinterlegen wir keine Kaution", stellt er klar. Die vorgelegten Lizenzunterlagen seien "soweit in Ordnung" gewesen, nur das Sicherheitskonzept müsse optimiert werden, ergänzt Brenner. Dafür bleibe Zeit bis Ende Juli.

Für kommenden Mittwoch hat der Verein eine Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat anberaumt, zu der auch die Mitglieder geladen sind. Brenner: "Das ist ein wichtiges internes Datum. Da werden alle unterrichtet, wie es weitergeht." Dass es für Trainer Günter Erhardt weitergeht, scheint trotz fehlender Unterschrift klar - unabhängig von der Liga. "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Günter Trainer bleibt", bestätigt Brenner. Dass die Spieler trotz allem fest davon ausgehen, Ende Mai die Relegation zu bestreiten, erachtet der Vorsitzende als nachvollziehbar: "Ich verstehe, dass sie die Relegation unbedingt spielen wollen. Und es ist auch gut, dass die Spieler positiv gestimmt sind. Es ist aber eine wirtschaftliche Entscheidung."

Unklar sind auch die Gegner. In Baden-Württemberg liegt der SC Freiburg II bei noch drei Spielen zwei Zähler vor dem FSV Bissingen. In Hessen führt Eintracht Stadtallendorf gleichauf mit dem SC Hessen Dreieich, der aber nicht aufsteigen will. Rot-Weiß Frankfurt folgt mit vier Zählern und einer Partie weniger.

Wie die Spieler gibt sich auch Erhardt in Sachen Relegation optimistisch: Er werde sich nun ein Bild von den möglichen Gegnern machen, sagte er nach dem 4:1 über Jägersburg. Und er schloss nicht aus, im letzten Oberligaspiel beim nicht aufstiegswilligen Ligadritten FC Hertha Wiesbach mit Blick auf die Relegation personell umzustellen - selbst wenn es um die Vizemeisterschaft gehen sollte. Am Samstag, 14.30 Uhr, wartet zunächst die Partie beim FC Arminia Ludwigshafen - ob es die drittletzte in der Oberliga sein wird, bleibt abzuwarten.