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Fußball-Bundesliga
Die Ära „Robbery“ geht zu Ende

Ein Küsschen für den Torschützen: Franck Ribéry (li.) herzt Bayern-Kollege Arjen Robben.
Ein Küsschen für den Torschützen: Franck Ribéry (li.) herzt Bayern-Kollege Arjen Robben. FOTO: dpa / Sven Hoppe
München. Die beiden Offensivspieler werden den FC Bayern am Saisonende verlassen. sid

Noch ist für Franck Ribéry und Arjen Robben nicht Schluss – doch schon jetzt steht fest: „Das Duo Robbery bekommt ein eigenes glorreiches Kapitel in unserer erfolgreichen Geschichte“, wie Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge betonte: „Sie haben über 700 Spiele absolviert, dabei 261 Tore geschossen und 289 Vorlagen gegeben. Sie sind Legenden des FC Bayern.“


Legenden auf dem Absprung. Auch wenn es für viele Fans des deutschen Fußball-Rekordmeisters kaum vorstellbar sein mag: Im Sommer 2019 ist die erfolgreiche Ära der beiden Altstars mit bislang 16 (!) großen Titeln bei den Bayern vorbei. Der 34 Jahre alte Robben bestätigte nach dann „zehn wundervollen Jahren“ bereits seinen Abschied. Ribéry (35), der schon seit 2007 in München spielt, will sein Ende bei seinem Herzensclub dagegen noch nicht ganz wahrhaben. Es sei nicht vom ihm allein abhängig, wie es weitergehen würde: „Du weißt nie, was passiert im Leben.“ Eine Zukunft als Bayern-Profi scheint allerdings ausgeschlossen. „Ribéry und Robben machen sehr wahrscheinlich ihr letztes Jahr beim FC Bayern“, sagte Präsident Uli Hoeneß.

Wie es mit den Oldies dann weitergeht, deren größter gemeinsamer Triumph 2013 das historische Triple inklusive Champions-League-Sieg gewesen war, ist offen. „Wenn es bei Bayern vorbei sein wird, bedeutet das nicht, dass meine Karriere beendet ist“, hatte der Niederländer Robben zuletzt erklärt. Auch der Franzose Ribéry deutete eine Fortsetzung seiner Karriere schon einmal an.



Beim FC Bayern stehen die Nachfolger mit Serge Gnabry (23) und Kingsley Coman (22) bereit. In die beiden Nationalspieler setzen die Münchner große Hoffnungen. Ohnehin ist nach der Saison bei den Bayern der große Umbruch ausgemachte Sache. Hoeneß kündigte in den letzten Tagen wiederholt eine Transferoffensive an. „Keine Frage“, meinte auch Rummenigge, „das Gesicht der Mannschaft wird sich ändern“. Für das dringend benötigte Facelifting sind Robben, der 2009 für 25 Millionen von Real Madrid kam, und Ribéry (30 Millionen/Olympique Marseille) inzwischen zu alt.