1. Sport
  2. Saar-Sport

Ringer des KSV Köllerbach zum Viertelfinal-Hinkampf beim KSV Witten

Ringer-Bundesligist KSV Köllerbach : Badusch hat Gewicht und Schulter im Griff

Der Kapitän des KSV Köllerbach trifft im Viertelfinal-Hinkampf mit seinem Verein an diesem Samstag auf den KSV Witten.

Gänsebraten? Rehrücken? Pute? Für die Ringer des KSV Köllerbach sind die weihnachtlichen Festessen in diesem Jahr sicher deutlich kalorienarmer als in den vergangenen Jahren ausgefallen. Denn der Sieger der Bundesliga-Vorrundengruppe Südwest muss an diesem Samstag um 19.30 Uhr in der Husemann-Halle in Witten zum Viertelfinal-Hinkampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft antreten. „Einen Tag gönne ich mir immer mit der gesamten Familie. Wir waren mit über 20 Leuten essen“, gesteht Köllerbachs Kapitän Timo Badusch, „aber ansonsten war ich sehr diszipliniert. Wir haben einen Trainingsplan ausgearbeitet. Das Gewicht stimmt.“ Der Griechisch-römisch-Ringer Badusch muss am Samstag eine Stunde vor dem Kampf weniger als 75 Kilogramm auf die Waage bringen.

Der gastgebende KSV Witten hat sich als Dritter der Gruppe Nordwest gerade noch für die Playofffs qualifiziert. Obwohl nur mit neun Sportlern zum RV Lübtheen angereist, holten die Westfalen einen klaren 17:11-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten. Ein Ergebnis und eine Leistung, die auch den Köllerbachern nicht verborgen geblieben ist. „Es gibt Leute, die haben uns schon zum Finaleinzug gratuliert. Davon dürfen wir uns nicht täuschen lassen. Auch die Mannschaft muss hellwach sein“, warnt Badusch, denn nach Witten wäre der Sieger des Kampfes Freiburg gegen Nackenheim der nächste Gegner. Auf dem Papier sicher machbar. „Wir tun gut daran, einen Kampf nach dem nächsten anzugehen. Jeder muss sich auf seine Aufgabe konzentrieren.“

Die könnte für Badusch in Witten Adam Juretzko heißen. Der Greco-Spezialist ist mittlerweile 48 Jahre alt, holte in seiner langen Karriere nicht weniger als neun deutsche Meisterschaften. Für Witten startete das Ringer-Urgestein in dieser Saison in den Klassen bis 75 und 80 Kilo. „Er hat enorm viel Erfahrung und ist in einem Kampf noch immer zu vielem fähig“, sagt Badusch, der aber mit einem anderen Gegner rechnet: „Der Rumäne Ilie Cojocari war mal Dritter bei den Weltmeisterschaften. Das ist eine echte Aufgabe, aber so etwas motiviert mich immer zusätzlich.“

Nach seiner schweren Schulterverletzung hat der saarländische Polizeibeamte erst drei Monate Wettkampfpraxis. „Es wird von Kampf zu Kampf besser. Der Ringerdoc (Anm. d. Red.: Dr. Klaus Johann) hat ganze Arbeit geleistet, das Selbstvertrauen ist da“, sagt Badusch, „wenn mein Kopf bei 100 Prozent ist und der Körper bei 80, ist das besser als umgekehrt.“ Der KSV wird mit einer starken – aber wie immer geheimen – Aufstellung nach Witten reisen. „Das erklärte Ziel der Mannschaft war das Halbfinale“, sagt Badusch, „mein eigenes verrate ich nicht. Nur so viel: Wir müssen uns vor niemandem verstecken.“