| 21:12 Uhr

KSV Köllerbach verliert gegen TuS Adelhausen
Erster Dämpfer trübt die Stimmung beim KSV nicht

Licht und Schatten (und Knoten) wie auf unserem Bild gab es auch beim Kampf des KSV Köllerbach gegen Adelhausen. KSV-Kapitän Andrij Shykka (re.) legte in seinem Kampf Ali Umarpashaev auf die Schultern.
Licht und Schatten (und Knoten) wie auf unserem Bild gab es auch beim Kampf des KSV Köllerbach gegen Adelhausen. KSV-Kapitän Andrij Shykka (re.) legte in seinem Kampf Ali Umarpashaev auf die Schultern. FOTO: Andreas Schlichter
Köllerbach . Köllerbach unterliegt dem TuS Adelhausen zuhause mit 10:14. AC Heusweiler siegt im Derby beim ASV Hüttigweiler mit 19:15. Von Patric Cordier

In der Ringer-Bundesliga musste der KSV Köllerbach am Mittwochnachmittag seine erste Saisonniederlage hinnehmen. Vor über 450 Zuschauern in der Kyllberghalle unterlagen die Saarländer dem Spitzenreiter TuS Adelhausen mit 10:14. „Trotz der Ausfälle haben wir einen geilen Kampf geliefert“, sagte KSV-Kapitän Timo Badusch im Anschluss und ergänzte: „Bei uns haben noch zwei Leute stilartfremd gerungen. Was passiert also, wenn wir erst komplett stehen?“


Neben Nico Zarcone (Prüfung bei der Polizei) musste der KSV kurzfristig auch auf Freistil-Spezialist Miroslav Kirov verzichten, der zur bulgarischen Nationalmannschaft zurückbeordert wurde. Für ihn ging Griechisch-römisch-Experte Pajtim Sefaj in der Klasse bis 80 Kilogramm auf die Matte, hatte gegen Georg Harth allerdings beim 1:7 letztlich keine Chance.

Der deutsche Freistilmeister Valentin Seimetz ringt bereits die gesamte Saison im klassischen Stil für den KSV, er unterlag Ibrahim Fallacara ebenfalls mit 1:7. „Beide haben das sehr gut gemacht“, sagte Thomas Geid, der Mannschaftsverantwortliche beim KSV. „Gerade für Valle ist die Kampfpraxis gut. Wettkampf-Härte holt man sich nicht im Training.“



Richtig gut im Training ist derzeit auch Gennadij Cudinovic. Er hatte es in der Klasse bis 98 Kilo Freistil mit Dauerkonkurrent William Harth zu tun. Beide lieferten einen begeisternden Kampf mit dem besseren Ende für den Saarländer. „Ich habe schon so oft gegen ihn gekämpft, oft auch geführt, aber oft verloren. Es war an der Zeit, dass ich einen Sieg einfahre“, sagte der Köllerbacher strahlend.

Stark war auch der Auftritt von Stanislav „Rocky“ Kanev in der Klasse bis 130 kilo griechisch-römisch. Sein Gegner Felix Krafft war nicht nur fast zwei Köpfe größer als Köllerbachs Bulgare, er war auch über 18 Kilogramm schwerer. Dennoch holte Kanev einen knappen Punktsieg.

Mit 14:2 deutlich siegte Laszlo Szabo gegen Arian Güney (86 Kilo Greco). Marc Antonio von Tugginer (71 Kilo Greco) hielt den Kampf gegen den starken Danijel Janecic offen, musste wie KSV-Nachwuchsmann Nils-Adrian Klein (Dritter der Deutschen Meisterschaft der A-Junioren) gegen den deutschen Männermeister der Jahre 2015/16/17 Manuel Wolfer (66 Kilo Freistil) letztlich aber die Punkte abgeben.

Als die Kapitäne Andrij Shykka und Badusch zu ihren Kämpfen auf die Matte mussten, war die Mannschaftswertung schon verloren. Adelhausen führte uneinholbar mit 14:5. Dann legte Shyyka seinen Gegner Ali Umarpashaev auf die Schultern. Und Badusch holte in der Schlusssekunde die letzte Wertung beim 6:6 und steuerte damit den zehnten und letzten Punkt für den KSV bei.

„Wir haben mit einer schwächeren Mannschaft als im Halbfinalhinkampf deutlich knapper verloren“, sagte Geid in Anspielung auf die Neun-Punkte-Klatsche im Januar, „beide Mannschaften haben natürlich noch Möglichkeiten, aber Angst müssen wir vor Adelhausen sicher nicht haben.“

Eine faustdicke Überraschung gelang dem AC Heusweiler am Mittwoch im Saarderby beim ASV Hüttigweiler. Das Team von Trainer Cacan Cakmak siegte in der Sporthalle des Illinger Gymnasiums 19:15. „Wenn das vorher jemand gesagt hätte, ich hätte ihn für verrückt erklärt“, sagte Cakmak nach dem Wettkampf. Zwar musste Hüttigweilers Kevin Gremm im letzten Kampf des Tages gegen Nikolai van Berkum (75 Kilo Greco) verletzt aufgeben, die Vorentscheidung war allerdings schon in der Klasse bis 98 Kilo Freistil gefallen. Da besiegte Heusweilers Rumäne Vasile Vlad Caras Hüttigweilers Moldawier Denis Balaur auf Schulter.

Für das Schlusslicht KV Riegelsberg lief es dagegen am Mittwoch bestens. Die Riegelsberger holten durch den 15:14-Sieg bei der RKG Freiburg 2000 die ersten beiden Punkte dieser Saison.