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Ringer-Bundesliga: KSV Köllerbach lässt beim AC Heusweiler nichts anbrennen

Ringer-Bundesliga : Köllerbach lässt auch in Heusweiler nichts anbrennen

Ringer-Bundesligist gewinnt Derby souverän mit 19:4 und bleibt Spitzenreiter. ASV Hüttigweiler ohne Chance beim Tabellenzweiten Adelhausen.

Eigentlich war alles entschieden, der Sieg des haushohen Favoriten KSV Köllerbach im Saarderby beim AC Heusweiler stand schon fest, da wurde es noch mal richtig emotional auf der Matte und unter den gut 250 Zuschauern auf den Rängen. Steven Meyer für den AC und Nils Klein für den KSV schenkten sich im letzten Kampf des Abends in der Klasse bis 75 Kilo griechisch-römisch nichts. Dabei schoss Meyer etwas über das Ziel hinaus, wurde zweimal wegen Unsportlichkeit verwarnt. Am Ende gewann Freistil-Spzialist Klein zwar stilartfremd, aber verdient 6:0 und steuerte so zwei Punkte zum 19:4-Erfolg des Spitzenreiters bei. „In Heusweiler ist immer eine etwas hitzige Stimmung, auch von außen“, sagte Thomas Geid, seit nunmehr 20 Jahren Mannschaftsverantwortlicher in Köllerbach, der aber in Heusweiler wohnt.

Was Siege im Derby für den einzelnen Sportler bedeuten, sah man an der Reaktion von Heusweilers Nico Zarcone. Der Ex-Köllerbacher lieferte sich mit seinem Trainingskollegen an der Sportschule, Valentin Seimetz, ein ganz enges Duell auf Augenhöhe. Am Ende hieß es 1:1 nach Punkten, der Sieg ging wegen der letzten Wertung aber an Zarcone, der seine Freude in die Halle brüllte.

Der Kampfabend in der Sporthalle der Gemeinschaftsschule bot aber auch durchaus internationale Spitzenbegegnungen. In der Klasse bis 61 Kilo griechisch-römisch war Heusweilers Bulgare Alexandru Tandafir die erste wirkliche Herausforderung in dieser Saison für Köllerbachs Neuzugang Kerem Kamal. Tandafir rang offensiv, versuchte gegen den Olympiateilnehmer sogar einen Überwurf, doch der konterte sofort, brachte den Heusweiler selbst in die gefährliche Lage. Für diese in atemberaubender Geschwindigkeit ausgeführte Technik gab es eine Viererwertung.

Auch im entscheidenden Moment ging die Aktion eigentlich vom Bulgaren aus, doch Kamal nahm dessen Schwung auf und beförderte ihn auf beide Schultern. „Ich kenne Tandafir, weiß, das man gegen ihn immer auf der Hut sein muss“, sagte Kamal, der aus der Nähe von Izmir stammt.

Eine kleine Überraschung gab es in der Klasse bis 98 Kilo Freistil, wo sich Heusweilers Saba Chikhradze gegen Köllerbachs Ahmed Bataev durchsetzen konnte. „Es war ein klasse Kampf“, lobte Heusweilers Trainer Cacan Cakmak, „die Zuschauer sind heute sicher zufrieden nach Hause.“ Um am Sonntag dann erneut wiederzukommen, weil Heusweiler gleich wieder antreten musste. Doch auch gegen den ASV Urloffen gab es beim 6:26 keine Punkte.

Der Traum von Platz vier in der Vorrunde und damit dem Verbleib in Liga eins ist für den AC wie für den ASV Hüttigweiler in weite Ferne gerückt. Hüttigweiler verlor am Samstag beim Tabellenzweiten TuS Adelhausen mit 6:18. Der KV Riegelsberg, Vorletzter vor Schlusslicht Hüttigweiler, war an diesem Wochenende kampffrei.