Ringer-Bund kündigt Reformen an

Ringer-Bund kündigt Reformen an

Darmstadt. Nach den zuletzt skandalträchtigen Negativschlagzeilen will der Deutsche Ringer-Bund (DRB) mit Reformvorschlägen auf die Ligaclubs zugehen. Auf der Ligatagung in Darmstadt schlug der DRB-Vorstand am Samstag vor, von der kommenden Saison an nur noch in zwei statt bisher drei Zweitligastaffeln zu ringen. Zudem soll in der Bundesliga das Viertelfinale gestrichen werden

Darmstadt. Nach den zuletzt skandalträchtigen Negativschlagzeilen will der Deutsche Ringer-Bund (DRB) mit Reformvorschlägen auf die Ligaclubs zugehen. Auf der Ligatagung in Darmstadt schlug der DRB-Vorstand am Samstag vor, von der kommenden Saison an nur noch in zwei statt bisher drei Zweitligastaffeln zu ringen. Zudem soll in der Bundesliga das Viertelfinale gestrichen werden."Damit soll der Druck, unbedingt die Playoffs zu erreichen, gemindert werden", sagte Karl Rothmer, DRB-Vizepräsident für Bundesliga-Angelegenheiten. Im Februar sollen auf einer weiteren Tagung die Änderungen und Reformen durchgesetzt werden.

Für einen Skandal hatten im Dezember Zweitligist TSV Benningen und Bundesligist SV Blau-Weiß Untergriesbach gesorgt. Mit vorsätzlichen Niederlagen hatten sie den Bundesliga-Aufstieg verhindert beziehungsweise den Abstieg aus der Eliteliga provoziert. Sie wurden mit Geldstrafen belegt und in die jeweiligen Landesklassen zurückgestuft. Am Rande der Tagung haben mit dem TSV Musberg (Neunter der 1. Bundesliga West) sowie der RWG Mömbris-Königshofen II (Staffelsieger der 2. Bundesliga Mitte) weitere Vereine die beiden höchsten Kampfklassen verlassen. Der KSK Konkordia Neuss (Achter der 1. Bundesliga West) und der AC Lichtenfels (Achter der 1. Bundesliga Ost) wollen in der kommenden Woche entscheiden, ob sie sich ebenfalls aus der Bundesliga zurückziehen. Demnach ist die Besetzung der Liga derzeit noch völlig offen. dpa

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