Riegelsberg wird Favoritenrolle gerecht

Frauen-Hallenmasters : Riegelsberg wird Favoritenrolle gerecht

Die Fußballerinnen aus der Regionalliga gewinnen das Finale des Hallenmasters gegen den FC Niederkirchen mit 4:1.

Die Regionalliga-Fußballerinnen des 1. FC Riegelsberg sind ihrer Favoritenrolle beim 17. Volksbanken-Frauen-Masters gerecht geworden und haben am Sonntag den im Vorjahr erstmals gewonnenen Titel beim Endturnier der acht besten saarländischen Hallenteams souverän verteidigt. Im Finale vor gut 600 Zuschauern in der Multifunktionshalle an der Saarbrücker Hermann-Neuberger-Sportschule bezwang der klassenhöchste Teilnehmer den Verbandsligisten FC Niederkirchen klar mit 4:1.

Um 18.04 Uhr stürmten die Riegelsberger Ersatzspielerinnen jubelnd das Spielfeld und feierten mit ihren Kolleginnen lautstark den erneuten Triumph. „Masters-Sieger, hey“, schallte es durch die Halle.

„Ich denke, wir haben das umgesetzt, was wir schon in der gesamten Hallenrunde gezeigt haben und das Turnier souverän gewonnen“, sagte Anika Scherer, die mit ihrem 1:0 im Endspiel früh die Weichen stellte. Nach nicht mal zwei Minuten kam sie rechts vor dem Tor frei zum Abschluss und überwand FCN-Torfrau Dorina Römer abgeklärt ins linke Eck (2. Minute). „Das frühe Tor hat uns natürlich in die Karten gespielt. Danach hatten wir die nötige Sicherheit und haben später die weiteren Tore nachgelegt“, so Scherer. Anne Reinhard erhöhte aus kurzer Distanz auf 2:0 (8.), nur Sekunden später zimmerte Sandra Enz die Kugel zum entscheidenden 3:0 ins Netz (10.). „Jetzt fällt die ganze Last ab, die sich in den letzten zwei anstrengenden Wochen aufgestaut hat. Ich freue mich mega, dass es geklappt hat“, jubelte FCR-Spielertrainerin Melanie Klein. Für die 36-Jährige war es bereits der elfte (!) Masters-Titelgewinn, jedoch der erste als Trainerin. Zudem hatte Klein in den letzten Tagen erfolgreich ihren B-Trainer-Schein gemacht – und somit doppelten Grund zum Feiern.

Beim unterlegenen Finalisten Niederkirchen hielt sich derweil die Enttäuschung in Grenzen. „Wir müssen nicht traurig sein, dass es gegen einen Regionalligisten nicht ganz für uns gereicht hat. Wir können stolz sein auf das, was wir geleistet haben“, sagte Niederkirchens Melanie Jung. Nachdem der Verbandsligist im Finale per Eigentor das 0:4 kassiert hatte, traf Selina Vampouille noch zum Ehrentor für den Außenseiter, der im Halbfinale in einem engen Spiel den Masters-Rekordsieger SV Dirmingen aus dem Wettbewerb gekegelt hatte. Nach dem 1:1 in der regulären Spielzeit musste die Verlängerung herhalten. Dort traf Nina Bauernfeld zum 2:1 (17.), Jung legte direkt das 3:1 nach (18.). Dirmingen kam durch Esther Schneider per Strafstoß zwar schnell heran, zu mehr reichte es aber nicht. „Wir haben zum Ende hin leider etwas nachgelassen, aber insgesamt eine gute Leistung gezeigt“, sagte SVD-Torfrau Pia Trede, die zur besten Spielerin beim Masters gewählt wurde – ein schwacher Trost.

Ein Trostpflaster heimste als Dritter die SG Bliesmengen-Bliesransbach ein, nachdem das Team im Halbfinale von Riegelsberg beim 0:8 böse unter die Räder gekommen war. „Ich bin jetzt einfach nur glücklich. Als ich vorhin herkam und gesehen habe, wer alles fehlt, hätte ich mit Rang drei nicht gerechnet“, sagte SG-Spielerin Melanie Ewertz, die ihrem Team zuvor per Freistoß beim 2:1 über Dirmingen kurz vor Ende Rang drei sicherte. Zuvor hatte es beim Verbandsligisten wohl interne Querelen und einige Absagen von Spielerinnen gegeben.

In der Gruppe hatte sich Bliesmengen-Bliesransbach hinter dem souveränen Ligarivalen Niederkirchen mit einem 3:1-Sieg über den SC Falscheid Rang zwei gesichert: Wiebke Strobel per Doppelpack und Rebecca Schwarz sicherten der SG das Halbfinalticket. Für Falscheid war die erste Masters-Teilnahme dennoch ein tolles Erlebnis. Gleiches galt für den SV Oberwürzbach aus der Bezirksliga. Nach dem Turnier feierten die Debütanten einträchtig ihre Premiere.

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