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Reus als Talisman in der Ferne

Reus als Talisman in der Ferne

Das Reservoir an Topspielern in der deutschen Offensive ist groß. So soll der Ausfall von Marco Reus für die Fußball-WM aufgefangen werden. Der verletzte Offensivspieler macht doppelt Schlagzeilen. Er soll sich mit dem FC Barcelona über einen Wechsel einig sein.

Bundestrainer Joachim Löw gibt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Mannschaftsquartier Campo Bahia den letzten Schliff - Marco Reus bleibt nur das Daumendrücken aus der Ferne. "Ich wünsche meinem Team viel Glück in Brasilien", lautete die Botschaft des Offensivspielers nach dem Aus für die Weltmeisterschaft kurz vor dem Turnierstart. Bei einem Zweikampf am Freitag im Testspiel gegen Armenien (6:1) erlitt Reus einen Teilriss des Syndesmosebandes im linken Sprunggelenk. "Es war natürlich in der ersten Nacht gerade auch bei seinen Mannschaftskollegen ein großer Schock da", verriet Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff im WM-Quartier: "Aber ich glaube, die meisten sind jetzt schon so fokussiert auf ihren eigenen Weg für die WM, dass das jetzt kein großes Thema mehr ist."

Im offensiven Mittelfeld sind die Alternativen reichhaltig vorhanden. Ob André Schürrle, Lukas Podolski, Mario Götze oder Mesut Özil - vielleicht schlägt jetzt die große WM-Stunde eines Mannschaftskameraden. "Ein herber Verlust für uns, aber wir werden das auch mit den Alternativen gut wegstecken können", sagte Bierhoff.

Podolski will bei einem Einsatz auch für den im WM-Kader durch Shkodran Mustafi ersetzten Reus Gas geben. Er versprach: "Wir werden unser Bestes geben für Dich in Brasilien." Özil erklärte: "Es gibt Momente, da fehlen die Worte. Kopf hoch Marco."

Reus wird die Zuschauerrolle am Fernseher schmerzen. Und der Dortmunder wird sechs bis sieben Wochen nicht trainieren können. "Wir hoffen, dass er schnell wieder gesund wird und in der kommenden Saison im schwarzgelben Trikot wieder voll angreift", sagte BVB-Chef Hans-Joachim Watzke. Und Reus? Der klang trotzig: "Ich komme zurück, noch stärker, als ich war!" Dass er zum spanischen Rekord-Titelträger FC Barcelona wechselt, hat sein Club Borussia Dortmund zurückgewiesen. "Es wird sicher in diesem Sommer keinen Wechsel von Marco Reus geben", sagte Sascha Fligge, Direktor Kommunikation beim BVB. Die spanische Zeitung "Sport" berichtete, Barcelona sei sich mit dem 25 Jahre alten Nationalspieler einig und wolle Dortmund ein Angebot über 35 Millionen Euro Ablöse machen.