Rettungsanker DFB-Pokal: Duell der Enttäuschten

Bremen. In der Fußball-Bundesliga laufen Werder Bremen und 1899 Hoffenheim ihren Ansprüchen hinterher und liegen weit hinter den Europapokal-Plätzen zurück. Mit dem DFB-Pokalsieg wäre das internationale Geschäft doch noch zu erreichen. "Berlin ist klasse

Bremen. In der Fußball-Bundesliga laufen Werder Bremen und 1899 Hoffenheim ihren Ansprüchen hinterher und liegen weit hinter den Europapokal-Plätzen zurück. Mit dem DFB-Pokalsieg wäre das internationale Geschäft doch noch zu erreichen. "Berlin ist klasse. Es wäre eine tolle Vorstellung, mit Hoffenheim das Finale zu erreichen", erklärte 1899-Trainer Ralf Rangnick vor dem Viertelfinalspiel heute (20.30 Uhr/ARD) in Bremen. Er stand mit dem FC Schalke 2005 im Finale. Die Schalker verloren 1:2 gegen Bayern München.

In der vergangenen Saison machte Bremen mit dem sechsten DFB-Pokalsieg durch ein 1:0 gegen Bayer Leverkusen vor, wie man eine enttäuschende Saison - Werder wurde in der Liga Zehnter - retten kann. "In der letzten Saison waren wir in zwei Endspielen. Wenn es nach uns geht, wollen wir da am liebsten wieder hin", sagte Abwehrspieler Clemens Fritz. Werder hätte im Falle einer Niederlage heute noch die Chance, sich durch den Gewinn der Europa League für den internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Im Vorgängerwettbewerb, dem Uefa-Pokal, scheiterte Bremen 2009 im Finale an Schachtjor Donezk (1:2).

Hoffenheim, bislang zweimal im DFB-Pokalviertelfinale ausgeschieden, hat die Chance nicht. Für Rangnick käme ein Halbfinal-Einzug im dritten Anlauf einer "Sensation" gleich. "Wir waren bei der Auslosung schon Außenseiter, jetzt sind wir krasser Außenseiter", sagte er angesichts der Personalsituation. Es fehlen neben einigen Langzeitverletzten Andreas Beck (Innenbandriss) und Chinedu Obasi (Sprunggelenksverletzung). Zudem ist Josip Simunic (Wadenzerrung) fraglich. Doch auch Werder plagen Sorgen. Die Bremer bangen Claudio Pizarro. Der Peruaner kann aber trotz Nackenproblemen wahrscheinlich spielen.

Vor dem Pokalspiel holten sich beide Clubs am vergangenen Wochenende in der Liga Selbstvertrauen. Sie beendeten mit 2:1-Siegen gegen Abstiegskandidaten die Negativserien von je sieben sieglosen Spielen. "Es kommen jetzt wichtige Wochen mit dem Pokal und der Europa League. So ein Sieg gibt uns den nötigen Schwung dafür", sagte Bremens Marko Marin nach dem Sieg gegen Hertha BSC. Hoffenheims Erfolg gegen Hannover 96 ließ Sejad Salihovic vom Pokalhalbfinale träumen: "Wir fahren nach Bremen, um zu gewinnen." dpa

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