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Respekt ja, aber keine Angst

Respekt ja, aber keine Angst

Saarbrücken. Für die Volleyballerinnen des TBS Saarbrücken endet am kommenden Sonntag eine fast viermonatige Saisonvorbereitung. Dann bestreitet der Aufsteiger in Bad Soden sein erstes Spiel in der 2. Bundesliga

Saarbrücken. Für die Volleyballerinnen des TBS Saarbrücken endet am kommenden Sonntag eine fast viermonatige Saisonvorbereitung. Dann bestreitet der Aufsteiger in Bad Soden sein erstes Spiel in der 2. Bundesliga. "Wir sind gespannt, was da auf uns zukommt", sagt die neue Spielführerin Nicole Surkovic voller Freude, dass es endlich losgeht, "wir haben Respekt vor der Aufgabe und jedem Gegner, aber keine Angst."

Das Saisonziel heißt Klassenverbleib. "Wir wären nicht hoch gegangen, wenn wir der Meinung wären, wir sind chancenlos", betont Trainer Joachim Riemenschneider. "Es sind sicher Teams dabei wie Grimma, Sinsheim oder Erfurt, die wir normalerweise nicht schlagen können. Wir müssen einfach an den Aufgaben wachsen."

Zunächst stand aber "Zusammenwachsen" auf dem Trainingsplan. Denn außer Surkovic sind nur Annette Trost, Silke Schäfer und Silke Scheibe aus der Mannschaft übrig, die den Aufstieg perfekt gemacht hat. Zuspielerin Tina Alles, Libero Svenja Luttermann, Maike Herrmann und Kerstin Schenke stießen aus Düppenweiler dazu, Lisa Beinborn, Claudia Schneider und Perspektivspielerin Denise Linz komplettieren den zur Zeit elfköpfigen Kader. "Wir haben noch einen Platz frei", erklärt der Trainer. "Wie sagt man so schön: Wir sondieren den Markt." Die beiden US-Amerikanerinnen, die zeitweise am Training teilnahmen, sind aber kein Thema mehr. Durch ihre dienstlichen Verpflichtungen in der Armee stehen sie nicht zur Verfügung.

Höhepunkt der Vorbereitung war ein dreitägiges Trainingslager in der Schweiz am Wochenende. "Es hat nur geregnet", erzählt Surkovic lachend, "aber es hat uns sportlich weiter und auch menschlich näher gebracht." Bis zu sieben Stunden am Tag schleiften Riemenschneider und Co-Trainer Achim Genetsch die Mädels. "Wir wollen uns nicht am Gegner orientieren, sondern unsere Spielphilosophie durchbringen", sagt Riemenschneider.

Der Spielplan ist für den Aufsteiger eigentlich eine Zumutung: Zunächst zwei, im weiteren Verlauf der Vorrunde dann vier Auswärtsspiele hintereinander. Riemenschneider sagt: "Jammern ändert nichts, wir müssen einfach Punkte holen."

Die Finanzierung des Saisonetats - man spricht von knapp 20000 Euro - scheint gesichert. "Die Zahl möchte ich nicht bestätigen. Der Verein ist potent genug, das zu leisten", so TBS-Vorsitzender Hans Fassbender auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung. "Dennoch sind wir noch auf der Suche nach einem Hauptsponsor. Gespräche mit Kandidaten werden geführt." Dabei wären sportliche Erfolge natürlich hilfreich. Die erste Chance dazu besteht am Sonntag (Aufschlag 16 Uhr) in Bad Soden. Das erste Heimspiel bestreitet der TBS am 5. Oktober um 14 Uhr in der Joachim-Deckarm-Halle. "Wir müssen einfach an den Aufgaben wachsen."

Joachim Riemenschneider zum Abenteuer 2. Liga

 TBS-Trainer Joachim Riemenschneider. Foto: Wieck
TBS-Trainer Joachim Riemenschneider. Foto: Wieck