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Reservisten wollen sich durchbeißen

Elversberg. In der Vorrunde Leistungsträger, in der Rückrunde Stammgast auf der Ersatzbank oder sogar der Tribüne. Aufgrund der Wintereinkäufe und des aktuellen Erfolgs hat sich in Elversberg einiges verändert. Heiko Lehmann

Zehn Punkte aus vier Ligaspielen und der Einzug ins Halbfinale des Saarlandpokals - das ist die Bilanz des Fußball-Regionalligisten SV Elversberg nach der Winterpause. Viel besser kann es nicht laufen, auch wenn die SVE durch das 0:0 im Topspiel bei den Offenbacher Kickers von den beiden Relegationsplätzen zur 3. Liga gerutscht ist. "Das ist eine Momentaufnahme. Wir sind derzeit in sehr guter Form und werden weiter so konzentriert zu Werke gehen. Dann werden wir unsere Ziele erreichen", sagt SVE-Trainer Willi Kronhardt, der mit seinem Team an diesem Samstag um 14 Uhr den KSV Hessen Kassel in der Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde erwartet.

Doch ganz problemfrei ist die Situation bei den Elversbergern nicht - es gibt Luxusprobleme. Alle 22 Feldspieler des Kaders sind fit und gesund. Gegen Kassel muss Kronhardt lediglich Thomas Birk (Gelb-Rot-Sperre) ersetzen. Für ihn spielt Michael Blum links in der Vierer-Abwehrkette, das teilte Kronhardt bereits mit. Ansonsten wird wohl die gleiche Startformation wie in den ersten vier Spielen nach der Winterpause auflaufen.

Mit anderen Worten: Leistungsträger der Hinrunde wie Ricky Pinheiro, Christian Eggert, Tobias Feisthammel oder die Angreifer Benjamin Förster und Patrick Dulleck können, wenn überhaupt, nur auf der Bank Platz nehmen. Hinzu kommt Stammspieler Marc Groß, der nach einer Augenoperation bereits wieder im Mannschaftstraining ist. Wenn also alle Spieler an Bord sind und wegen der U23-Regelung vier junge Spieler im Kader sein müssen, dann sitzen am Spieltag fünf Leistungsträger nur auf der Tribüne.

"Ich weiß, dass die Situation für die Spieler nicht einfach ist. Wir führen auch intensive und ehrliche Gespräche. Wir gehen völlig offen miteinander um, alles andere bringt nichts", sagt Kronhardt. Dennoch sind die Reservisten mit ihrer Rolle nicht zufrieden. "Jeder Fußballer will auf dem Platz stehen und spielen. Aber wir sind Profis und müssen auch mit dieser Situation professionell umgehen. Ich bin natürlich enttäuscht, aber ich werde niemals Stress machen. Im Gegenteil, ich gebe im Training noch mehr Gas", sagt Ricky Pinheiro.

Christian Eggert sieht das nicht viel anders. "Ich habe den Anspruch zu spielen, aber wenn es so läuft wie zur Zeit, dann muss man das akzeptieren. Es kann im Fußball so schnell gehen, und man steht wieder auf dem Platz. Zudem profitieren alle Spieler davon, wenn wir in die 3. Liga aufsteigen würden. Da ist Stunk machen völlig fehl am Platz", sagt Eggert, der seinen Stammplatz viel lieber aus eigener Kraft zurückerobern möchte. "Ich steche keinem Mitspieler das Messer in den Rücken oder freue mich, wenn sich jemand verletzt. Ich will mir alles erarbeiten und versuche, mich auch bei Einsätzen in der zweiten Mannschaft zu empfehlen", sagt der 29-Jährige.

Neben dem sehr guten sportlichen Auftreten der Stammelf scheinen bei der SVE auch die Reservisten mit ihrem Dasein zumindest nach außen klar zu kommen. Zumindest solange der Erfolg da ist. Kommende Woche spielt die SVE am Dienstag beim FK Pirmasens. Gut möglich, dass Kronhardt zumindest dann mal sein Personal mal durchrotiert.