Rennrad-Serie - Tour: Durchs St. Wendeler Land in den Kreis Kusel

Rennrad-Touren : Erst der Kniebrecher, dann ein Radler

Heute unternehmen wir eine Tour durchs St. Wendeler Land. Sie führt uns weiter ins rheinland-pfälzische Kusel — und zurück.

Teils mittelschwer, aber überwiegend leicht führt uns diese Tour aus dem St. Wendeler Land zu unseren Nachbarn in der westlichen Pfalz im Landkreis Kusel. Wir starten am Bahnhof von St. Wendel, sodass wir die Anfahrt gut mit der Bahn planen können. Durch die Bahnhofstraße fahren wir zunächst vorbei an der wunderschönen Altstadt – in der Gewissheit, zum Abschluss unserer Tour in einem der zahlreichen Straßencafés oder Bistros einzukehren. Allzu lange brauchen wir heute nicht auf das kühle Radler zum Kehraus zu warten.

Rennradtour 10: Durchs St. Wendeler Land. Foto: SZ/Müller, Astrid

Uns erwartet eine recht entspannte Tour, bei der wir die landschaftlichen Reize genießen wollen. Und doch beginnt die Tour gleich mit einer echten Herausforderung: Nach knapp zwei Kilometern geht es raus aus der Stadt und „Am Kniebrecher“ richtig steil nach oben – mit bis zu 19 Prozent Steigung. Für weitere zwei Kilometer folgen wir dem Höhenweg, bevor es rasant runter geht nach Werschweiler.

Blick auf St. Wendel nach dem ersten Anstieg raus aus der Stadt. In gut zwei Stunden werden wir wieder zurück sein. Foto: Künkeler

Dort ein kurzer, aber mit zehn Prozent ganz ordentlicher Gegen­anstieg, dann sind wir auch schon im Naturschutzgebiet Labachtal. Aus dem Tal heraus geht es nochmal 50 Meter hoch und über die Grenze in die Pfalz. Frohnhofen ist der erste Ort, den wir in Rheinland-Pfalz durchqueren. Nun geht es wieder neun Kilometer bergab, über Altenkirchen und Dittweiler erreichen wir Schönenberg-Kübelberg. Dahinter erwartet uns nochmal ein kleiner Hügel, bevor wir in Brücken die Hälfte der Tour bereits gepackt haben.

Im pfälzischen Brücken ist die Hälfte der Strecke geschafft. Foto: Künkeler. Foto: Künkeler

Die Straßen hier im Landkreis Kusel sind relativ verkehrsarm, umso mehr können wir uns das reizvolle Ohmbach-Tal und das schmucke Dorf Ohmbach betrachten. „Bitte lächeln“, auch auf dem Rennrad, scheint uns das Blumen-Fahrrad in einem der Vorgärten zu sagen. Für uns kein Problem, die flache Passage strengt nicht wirklich an. Erst in Langenbach beginnt wieder eine Steigung, die Weiherhütte kurz hinter dem Ort lockt zu einer gemütlichen Rast.

Bitte lächeln – das gilt auch bei dieser anstrengenden Tour. Hier im schönen Ort Ohmbach. Foto: Künkeler

Auf drei Kilometern steigen wir nun wieder etwa 140 Meter an, in der Spitze bis zehn Prozent. Nun geht es fünf Kilometer lang genauso wieder runter, wir fahren durch Selchenbach, das „Pfälzische Tor ins Ostertal“ und kommen kurz danach (endlich) zurück in saarländische Gefilde. Vor Marth biegen wir rechts ab, erreichen mit Hoof, das uns radler-freundlich begrüßt, wieder die Kreisstadt St. Wendel. Bevor wir ins Stadtzentrum gelangen, müssen wir ab Leitersweiler noch einmal kräftiger in die Pedale treten. Auf zwei Kilometern geht es 70 Meter hoch.

Der St. Wendeler Stadtteil Hoof begrüßt uns freundlich. Foto: Künkeler. Foto: Künkeler
Die Altstadt von St. Wendel mit Dom und Schloßplatz eignet sich für einen gemütlichen Abschluss. Eine nette Kneipe ist schnell gefunden. Foto: Axel Künkeler

Die letzten neun Kilometer unserer Tour durchs St. Wendeler Land können wir es dafür gemütlich oder bei bis zu neun Prozent Gefälle teils rasant ausrollen lassen. Dann sind wir auch schon wieder mitten in St. Wendel, haben nach zweistündiger Tour die Altstadt erreicht. Das kühle Radler oder Weizen haben wir uns redlich verdient.

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