Remis gegen Pirmasens setzt FCH im Topspiel in Steinbach unter Druck

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FC Homburg kommt gegen Pirmasens nicht über ein mageres 1:1 hinaus. Jetzt geht’s zum Tabellenzweiten.

Über 90 Minuten lang sahen die 1870 Zuschauer im Homburger Waldstadion am Freitagabend ein aus Sicht des FC Homburg nervenzehrendes Regionalliga-Spiel. Die Gastgeber rannten permanent gegen den mit Mann und Maus verteidigenden FK Pirmasens an. Eine Lücke im Abwehrbollwerk der Gäste, die nach dem Treffer von David Becker in der zehnten Minute mit 1:0 in Führung lagen, wollte sich aber partout nicht finden lassen.

Erst als schon eine Minute der vierminütigen Nachspielzeit abgelaufen war, schaffte es Patrick Lienhard mit einem Schuss unter die Latte, doch noch zum 1:1 einzunetzen. Nun war der Knoten im Homburger Offensivspiel mit einem Schlag geplatzt. Um ein Haar hätte der FCH danach die Partie sogar noch gewonnen, doch Damjans Marcetas Kopfball aus kurzer Distanz wurde von einem Pirmasenser Abwehrbein noch von der Torlinie gekratzt. In der letzten Aktion vor dem Schlusspfiff hatte dann Christopher Theisen die große Chance zum Siegtreffer, aber sein Schuss streifte knapp über das Pirmasenser Tor.

So blieb es bei der Punkteteilung, die den Homburger Siegeszug nach drei Erfolgen in Folge erst mal gestoppt hat. „Am Schluss haben wir alles nach vorne geworfen. Ich bin einfach froh, dass mein Schuss drin war und wir noch einen Punkt holen konnten“, sagte Lienhard. Doch trotz der Erleichterung darüber, der Heimniederlage entgangen zu sein, weiß auch der Homburger Torschütze, dass die Leistung der Grün-Weißen an diesem Abend nicht ausreichend war: „Nach dem 0:1 hatten wir noch 80 Minuten Zeit. Da hätten wir das Spiel noch drehen müssen. Aber es gibt solche Spiele, wo es nach vorne dann nicht so läuft.“

Auch FCH-Trainer Jürgen Luginger räumte ein, dass seine Mannschaft es dem Gegner „zu einfach gemacht hat, das eigene Tor zu verteidigen“. Ähnlich äußerte sich Tim Stegerer, der an diesem Tag sein 200. Spiel für den FCH absolvierte. „Wir hätten Chancen für drei Tore gehabt. Aber im Endeffekt sind wir froh, dass wir noch das eine Tor gemacht haben“, sagte der Außenverteidiger zähneknirschend. Überschattet wurde die Partie von einer schweren Verletzung des Pirmasensers Yannick Griess, der sich nach den Worten seines sichtlich geschockten Trainers Patrick Fischer einen Schädelbruch zuzog und ins nahe Uniklinikum gebracht wurde.

In der Tabelle ist der Rückstand der Grün-Weißen auf die führenden 1. FC Saarbrücken und TSV Steinbach auf acht Punkte angewachsen. Will der FCH den Anschluss nach oben noch einmal schaffen, brauchen die Saarpfälzer am kommenden Freitag im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten Steinbach unbedingt einen Sieg – das ist klar.

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