Regionalligist FC Homburg nach 1:0 bei der TSG Hoffenheim II Fünfter

Regionalliga Südwest : Der FCH schnuppert wieder an der Spitze

Regionalligist FC Homburg schiebt sich nach dem 1:0 bei der TSG Hoffenheim II auf den fünften Tabellenplatz.

Geht da doch noch was für den FC Homburg? Keine drei Wochen ist es her, als der Mitfavorit auf die Meisterschaft nach der bitteren 1:5-Heimklatsche gegen den SSV Ulm bis auf den 13. Platz der Fußball-Regionalliga Südwest abgerutscht war. Das Saisonziel, an der Spitze mitmischen zu wollen, schien sich schon erledigt zu haben, und die Stimmung in der Saarpfalz war im Keller. Doch nur drei Spieltage später sieht die grün-weiße Welt ganz anders aus. Mit dem 1:0 bei der TSG Hoffenheim II feierten die Homburger am Samstag bereits ihren dritten Sieg in Folge. Der mittlerweile auf Platz fünf angekommene FCH segelt derzeit vor dem Wind in Richtung Tabellenspitze.

Durch die überraschende 0:2-Niederlage des 1. FC Saarbrücken gegen Bayern Alzenau beträgt der Abstand der Grün-Weißen auf den neuen Spitzenreiter TSV Steinbach Haiger nur noch sechs Punkte. Explizit mag in Homburg noch niemand die neue Nähe zur Tabellenspitze kommentieren. Aber zwischen den Zeilen ist zu erkennen, dass die Hoffnung zurückgekehrt ist. "Über höhere Ziele brauchen wir nicht zu sprechen. Wir sind in die Saison reingestolpert, haben jetzt aber unseren Rhythmus gefunden. Wenn wir weiter so unsere Leistung bringen, sind wir sicherlich ganz schwer zu bespielen", sagt Innenverteidiger Stefano Maier.

Christopher Theisen, der in der 66. Minute das Tor des Tages für die Gäste erzielte, gibt zumindest einen Hinweis, dass der Traum eines möglichen Aufstiegs in der Mannschaft noch nicht ausgeträumt ist. "Es sind ja immer noch einige Punkte Rückstand. Deshalb ist es noch zu früh, nach ganz oben zu schauen", sagt der Offensivmann zunächst, um mit einem schelmischen Gesicht hinzuzufügen: "Die Saison ist noch lang. Das kann sich vielleicht ja noch ändern." Jürgen Luginger verweist darauf, dass die Homburger ihre eigenen Aufgaben zu erledigen haben, bevor sich der Blick auf die Konkurrenz richtet. "Wir haben uns das Spielglück wieder erarbeitet. Wir müssen uns jetzt auf uns konzentrieren und wollen uns nicht über andere äußern", sagt der FCH-Trainer, der die Saarbrücker Niederlage dennoch wohlwollend aufgenommen haben dürfte.

Die neue Stärke des FCH manifestiert sich nicht zuletzt darin, dass sich die Neuzugänge immer besser zurechtfinden. So entwickelt sich Maier in der Abwehr zunehmend zu einer tragenden Säule. "Wir haben in der ersten Halbzeit hinten nichts zugelassen", war der von Viktoria Köln gekommene Spieler stolz auf die Leistung gegen den traditionell offensivstarken Hoffenheimer Nachwuchs. Im Sturm heizt Damjan Marceta, der am Samstag zum dritten Mal in Folge in der Startelf stand, den Konkurrenzkampf mit dem wiedererstarkten Theisen und der bisherigen Stammkraft Patrick Dulleck, der nach seiner Einwechslung für Marceta die Vorarbeit zu Theisens Treffer leistete, mächtig an. Leidtragender ist derzeit der aus Saarbrücken gekommene Neuzugang Marcel Carl, der nicht im Kader stand.

Am kommenden Freitag um 19 Uhr geht es für den FCH zuhause gegen den FK Pirmasens weiter. Dort wollen die Homburger den Rückenwind nutzen und den Druck auf die vor ihnen segelnden Mannschaften weiter erhöhen.

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