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Regionalliga-Tabellenführer 1. FC Saarbrücken spielt beim FSV Frankfurt

Kostenpflichtiger Inhalt: 1. FC Saarbrücken beim FSV Frankfurt : Wohin mit Steven Zellner?

Die „Allzweckwaffe“ beim 1. FC Saarbrücken kann auf fast allen Positionen spielen. Samstag geht es zum FSV Frankfurt.

Mit dem Trainerwechsel in der Winterpause hat sich beim 1. FC Saarbrücken so einiges geändert. Doch wenn der Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Südwest an diesem Samstag um 14 Uhr beim FSV Frankfurt antreten wird, kann auch Fußball-Lehrer Lukas Kwasniok nur elf Spieler in der Startformation aufbieten. Dennoch soll es unter ihm keine „Abgehängten“ mehr geben. „Ich versuche wirklich jeden Spieler mitzunehmen“, sagt der gebürtige Gleiwitzer, „es gibt bei mir keine A- oder B-Mannschaft. Jeder einzelne Spieler ist wichtig, aber keiner darf sich selbst zu wichtig nehmen. Wir sind alle nur Teil eines größeren Ganzen.“

Dennoch sind auch bei Kwasniok einige Spieler von besonderer Bedeutung. Fanol Perdedaj zum Beispiel, der nach seiner leichten Wadenverhärtung unter der Woche kürzertreten musste, am Freitag im Abschlusstraining aber wieder voll belastbar war. Der Berliner dürfte im defensiven Mittelfeld also neben Kapitän Manuel Zeitz gesetzt sein. Doch was ist unter Kwasniok schon sicher? Im DFB-Pokalspiel gegen den Karlsruher SC überraschte der neue Cheftrainer mit Steven Zellner als hängende Spitze. Unter Vorgänger Lottner war „Zelle“ als Abwehrchef eine feste Größe, unter Kwasniok ist er offenbar zur „Allzweckwaffe“ geworden.

„Ich hörte, Zelle hat schon nach Handschuhen gefragt“, scherzte Torwart Baniel Batz, „aber ich glaube, es gibt Positionen, da helfen uns seine Qualitäten mehr.“ Rechtsverteidiger Anthony Barylla glaubt, dass „Steven als Fußballer eine unglaubliche Qualität hat und auf jeder Position spielen“ kann, aber auch, „dass, wenn ich meine Leistung bringe, er mich als Rechtsverteidiger nicht so schnell verdrängen wird“. Beim letzten Test in Niederkorn spielte Zellner für Perdedaj auf der Doppelsechs. „Er hat ein unglaubliches Spielgefühl, Zelle ist ganz wichtig für die Mannschaft“, sagt Perdedaj. Der Primstaler selbst bleibt gelassen, wenn es um seine Position geht: „Ich spiele, wo mich der Trainer hinstellt und versuche, dort der Mannschaft zu helfen.“

Innenverteidiger? Sechser? Zehner? Wohin mit Zellner, Herr Kwasniok? „Steven aus der Liste der Innenverteidiger zu streichen, wäre fahrlässig. Genauso wäre es aber auch fahrlässig, seine Qualitäten nach vorne außen vor zu lassen“, sagt der Cheftrainer nahezu philosophisch, um dann doch einen Hinweis zu geben: „Ich habe bei Zelle diese Woche eine große Freude gesehen, näher am gegnerischen Tor zu sein. Aber das kann ja aus unterschiedlichen Positionen der Fall sein.“ Und er ergänzt: „Zelle steht nicht zur Disposition, wenn es um die Startelf geht.“

Beim 3:0 im Hinspiel gegen den FSV Frankfurt gehörte Zellner neben Kianz Froese und Gillian Jurcher zu den Torschützen. Doch anders als in Völklingen im Sommer soll die Spielfläche am Bornheimer Hang nicht in allzu gutem Zustand sein. Ein Nachteil für eine spielerisch stärker einzuschätzende Mannschaft. „Frankfurt hat eine routinierte Mannschaft und einige Schlitzohren in ihren Reihen“, sagt Lukas Kwasniok über den Gegner und gibt deswegen eine klare Marschrichtung vor: „Wenn wir das Tempo hochhalten, dürfte es dem FSV irgendwann schwer fallen, Schritt zu halten.“ Denn eines hat sich nicht geändert. „Die Erwartungshaltung ist die gleiche: Saarbrücken muss in jedem Spiel gewinnen“, sagt Kwasniok, „für die Jungs hat sich an der Situation nichts verändert – außer dass der Trainer an der Seitenauslinie nun anders aussieht.“