Regionalliga Südwest: SV Elversberg empfängt den SV Waldhof Mannheim

Richtungsweisendes Spiel gegen den Spitzenreiter : Die SVE will ihre „wahre Leistung“ zeigen

Elversberger möchten nach dem 0:3 in Steinbach gegen Tabellenführer Waldhof Mannheim Wiedergutmachung betreiben.

Kann die SV Elversberg noch einmal in den Kampf um die Meisterschaft der Fußball-Regionalliga Südwest einsteigen. Oder geht der Kampf in den kommenden Wochen und Monaten ausschließlich gegen den Abstieg? Eine Antwort darauf können Trainer und Mannschaft an diesem Samstag geben. Um 14 Uhr empfängt die SVE den Tabellenführer SV Waldhof Mannheim im Stadion an der Kaiserlinde.

Die Mannheimer sind in Topform, spielten in den vergangenen Wochen brutal effektiv und stehen dort, wo die SVE auch gerne wäre. Wenn da nicht die fürchterlich schlechte Bilanz in Spielen gegen die Topteams der Liga wäre. Kein einziges Spiel konnte die SVE in der vergangenen und in dieser Saison gegen ein Spitzenteam gewinnen. Im Gegenteil: Gerade am vergangenen Samstag bei der 0:3-Niederlage im Topspiel beim TSV Steinbach lieferte die Mannschaft von Trainer und Sportdirektor Roland Seitz eine unterirdische Leistung ab und war nahezu chancenlos.

„Wir haben uns nach dem Spiel für unser Auftreten geschämt. Wir haben richtigen Mist gespielt. Gegen Mannheim wollen wir unbedingt eine Reaktion zeigen“, erklärt Innenverteidiger Oliver Stang. Der 30-Jährige war in der vergangenen Saison Kapitän der U23 von Borussia Mönchengladbach in der Regionalliga West. Bei der SVE fehlte in der vergangenen Woche und auch in anderen Spielen davor der Biss und der absolute Wille, das Spiel gewinnen zu wollen. „Als Einzelner kann man verbal und kämpferisch vorangehen. Die gesamte Einstellung der Mannschaft bestimmt aber das Kollektiv“, sagt Stang.

Außenverteidiger Nils Winter war in der vergangenen Saison Kapitän bei West-Regionalligist Alemannia Aachen. „Ich glaube, wir waren in der Vergangenheit sehr verunsichert. Auch weil wir sehr oft sehr stark gespielt haben, aber einfach die Tore nicht gemacht haben. Gegen Mannheim haben wir nichts zu verlieren. Das kann Kräfte freisetzen“, hofft Winter.

Leandro Grech ist der aktuelle Kapitän der SVE und feierte in dieser Woche seinen 38. Geburtstag. In Steinbach musste der Argentinier aus taktischen Gründen auf die Bank, doch die Taktik ging nach hinten los. Da Innenverteidiger Mike Eglseder mit einer Meniskusverletzung bis zur Winterpause ausfällt und der Einsatz von Außenverteidiger Lukas Kohler (Wadenprobleme) gefährdet ist, wird Grech wohl wieder in die Startelf rücken. „Als Kapitän ist es ein Muss voranzugehen. Und das nicht nur auf dem Platz. Ein einzelner Spieler kann andere Spieler mit seiner Leistung anstecken“, sagt Grech. Er hofft, „es gelingt uns endlich, unsere wahre Leistung auf den Platz zu bringen.“

Die starken Leistungen in dieser Saison hat die SVE nur gebracht, wenn das Team seine Stärken ausspielen durfte. Das waren ein schnelles und direktes Spiel in der Offensive. Sobald sich das Team an dem vermeintlich stärkeren Gegner orientierte und defensiv agierte, ging der Schuss nach hinten los. „Wir werden am Samstag gewinnen. In Steinbach hat der Biss gefehlt. Wir haben die ganze Woche überlegt, woran es lag, wissen es aber nicht“, sagt Trainer Roland Seitz vor dem richtungsweisenden Spiel. Eine deutliche oder gar historisch hohe Niederlage schließt Seitz trotz der starken Form der Mannheimer aus: „Wir sind nicht so schlecht wie wir dastehen. Das haben wir in dieser Saison bereits gezeigt.“

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