| 20:27 Uhr

Regionalliga Südwest
Der FCH trotzt dem Sauwetter

 Alexander Hahn (Mitte) wird von seinen Mitspielern zu seinem Freistoßtor zum 2:0 bei der TSG Hoffenheim II beglückwünscht.
Alexander Hahn (Mitte) wird von seinen Mitspielern zu seinem Freistoßtor zum 2:0 bei der TSG Hoffenheim II beglückwünscht. FOTO: Andreas Schlichter
Homburg. Regionalligist Homburg rückt nach 2:0 in Hoffenheim auf Tabellenplatz drei vor. Von Ralph Tiné

Als der 2:0-Auswärtssieg des FC Homburg bei der U23 der TSG Hoffenheim im Sinsheimer Dietmar-Hopp-Stadion abgepfiffen worden war, verabschiedete der Stadionsprecher die Zuschauer mit den Worten: „Vielen Dank, dass Sie uns bei diesem unfreundlichen Wetter besucht haben.“ Angesichts des Sauwetters aus frostiger Kälte, Sturmwind und Starkregen war „unfreundlich“ die Untertreibung des Jahres. Selbst ein gestandener Haudegen wie der Homburger Kevin Maek hatte solche Bedingungen erst selten erlebt. „Man spielt ja schon sehr gerne Fußball, aber was da in der ersten Halbzeit abging, war extrem“, sagte der Innenverteidiger kopfschüttelnd.


Umso höher ist die Leistung der Grün-Weißen vor allem in der ersten Hälfte einzuordnen. „Wir wollten unbedingt hier einen Dreier landen und unsere Serie fortsetzen. So sind wir dann auch in der ersten Halbzeit aufgetreten. In der zweiten Hälfte war es dann mehr Kampf“, kommentierte Maek, der in der achten Minute einen Eckball von Maurice Neubauer per Kopf zum 1:0 für den FCH versenkte, den vierten Homburger Sieg in Folge.

Auch den zweiten Treffer besorgte ein Abwehrspieler. In der 37. Minute zirkelte Alexander Hahn einen Freistoß vom Strafraumeck wunderschön in den Winkel des Hoffenheimer Tores. Der Abwehrchef war sowohl auf den Homburger Auftritt an diesem Abend als auch auf die anhaltende Siegesserie sichtlich stolz: „Heute brauchten wir kein Glück. Wir haben souverän gewonnen. Aber es muss immer weitergehen. Der Weg ist noch lange nicht zu Ende.“



Durch die 0:2-Niederlage von Kickers Offenbach beim FSV Frankfurt hat dieser Weg den FCH auf den dritten Tabellenplatz gespült. Für Jürgen Luginger ist die Tabelle aber nur eine Randnotiz. „Es ist natürlich schön, wenn du tabellarisch belohnt wirst“, sagt der Homburger Cheftrainer. Wichtiger ist Luginger die Entwicklung der Mannschaft: „Wir sind heute sehr gut auftgetreten bei diesen widrigen Bedingungen – das zählt.“