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Fußball-Regionalliga Südwest
Dem Derbyrausch soll beim FCH kein Kater folgen

Der FC Homburg tritt am Samstag bei Eintracht Stadtallendorf an.
Der FC Homburg tritt am Samstag bei Eintracht Stadtallendorf an. FOTO: BeckerBredel
Homburg. Undankbare Pflichtaufgabe: Homburger müssen am Samstag im Spiel bei Eintracht Stadtallendorf wieder den Kopf umstellen. Von Ralph Tiné

Die Feiertage nach dem 2:1-Erfolg gegen den Lokalrivalen 1. FC Saarbrücken am letzten Samstag sind für Fußball-Regionalligist FC Homburg vorüber. „Was auf der Wiesn passiert, das bleibt auf der Wiesn“, sagt Bernd Rosinger grinsend und behält die Einzelheiten über die Fete auf dem Homburger Oktoberfest nach dem Derbysieg lieber für sich.


Danach hieß es aber ür den Homburger Stürmer samt Kollegen wieder Trainingsplatz statt Oktoberfestzelt. Rosinger weiß, dass beim Abstiegskandidaten TSV Eintracht Stadtallendorf am Samstag um 14 Uhr ein Sieg Pflicht ist. „Wir müssen jetzt drei Punkte nachlegen, sonst bringt der Derbysieg nicht allzu viel“, sagt der 29-Jährige, der vor der Saison vom Drittligisten SF Lotte nach Homburg gewechselt ist. Rosinger möchte nur zu gerne in die Liga zurück, aus der er gekommen ist. „Ich hätte nichts dagegen, noch mal einen Aufstieg zu feiern. Ich bin nach Homburg gekommen, um das zu erreichen“, sagt der Spieler, der bereits 2016 mit Lotte den Sprung in die 3. Liga geschafft hatte. Rosinger sagt zwar, dass das noch nicht in dieser Saison passieren müsse, aber dennoch „so schnell wie möglich“.

Auf FCH-Stürmer Bernd Rosinger könnte es in Stadtallendorf ankommen.
Auf FCH-Stürmer Bernd Rosinger könnte es in Stadtallendorf ankommen. FOTO: Andreas Schlichter


Aber schon in dieser Saison sieht es für den FCH gar nicht schlecht aus. Auf Platz drei der Tabelle trennt die Grün-Weißen nur ein Punkt vom Zweiten SSV Ulm. Rechnet man bei Tabellenführer SV Waldhof Mannheim den zu erwartenden Abzug von drei Punkten ein, beträgt der Abstand auf den Spitzenreiter nur vier Zähler. Bei optimalem Verlauf könnte der Homburger Rückstand nach dem stets hochbrisanten Spiel zwischen Waldhof und Kickers Offenbach am Samstag noch weiter schmelzen.

Bevor der Blick auf die Konkurrenz geht, gilt es für den FCH allerdings die eigenen Hausaufgaben zu machen. Die Mannschaft kopfmäßig vom Fußballfest gegen Saarbrücken auf die undankbare Pflichtaufgabe in Mittelhessen umzustellen, dürfte schwer genug werden. „Wir müssen das professionell angehen. Das ist unser Job. Es ist auch eine Qualität, sich nach so einem Spiel auch wieder direkt fokussieren zu können“, sagt Jürgen Luginger.

Der Trainer der Grün-Weißen fordert, „cleverer“ zu spielen als bei den Niederlagen bei Hessen Dreieich (0:1) und gegen den FSV Frankfurt (1:2): „Wir müssen am Samstag zeigen, dass wir aus diesen Spielen etwas gelernt haben.“ Wie gegen Dreieich und Frankfurt ist auch in Stadtallendorf zu erwarten, dass der Homburger Gegner sein Heil darin sucht, das eigene Tor mit Mann und Maus zu verteidigen. Da sich den Saarländern voraussichtlich nicht viele Torgelegenheiten bieten werden, ist Effizienz gefordert.

Da Topstürmer Patrick Dulleck nach seiner Gelb-Roten Karte im Derby gegen Saarbrücken gesperrt ist und Konstantinos Neofytos mit Knieproblemen zu kämpfen hat, wird einiges von Rosinger abhängen. Und der Neuzugang hat auch schon eine Idee, wie es gelingen kann: „Wir müssen noch geduldiger bleiben und es immer wieder über außen versuchen. Und wenn wir dann mal eine Chance bekommen, müssen wir die auch nutzen.“