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Reform des saarländischen Fußballs: Vorschlag 1 – Nord-Osten

Reform des saarländischen Fußballs: Vorschlag 1 – Nord-Osten : Vorschlag 1: Zwei komplett neue Ligen-Ebenen

Mit der Verbandsoberliga gibt es eine Klasse unterhalb der Saarlandliga. Das führt aber auch zu starken Änderungen bei Auf- und Abstieg.

(jsc) Der erste Vorschlag der AG Spielklassen-Reform sieht weitreichende Veränderungen im bisherigen Ligen-System vor. Unter anderem würden zwei komplett neue Ligen-Ebenen eingeführt – die Verbandsoberliga und die Kreisklassen. Andererseits würden zwei der derzeit sechs Bezirksligen wegfallen.

Entscheiden sich die Vereine für diesen Vorschlag, geht es in der Qualifikationsrunde 2020/21 um Folgendes: Die Meister der beiden Verbandsligen steigen wie bisher in die Saarlandliga auf, die Meister der vier Landesligen in die zwei Verbandsligen, die Meister der Bezirksligen in die Landesligen und die Meister der Kreisligen in die Bezirksligen.

Angenommen, aus der Saarlandliga steigen zwei Teams ab, belegen diese die ersten zwei von insgesamt 16 Plätzen der neuen Verbandsoberliga. Die 14 weiteren freien Plätze nehmen die zweit- bis achtplatzierten Mannschaften der Verbandsligen ein. Die frei gewordenen Plätze in den Verbandsligen werden aufgefüllt durch Teams aus den Landesligen: Die jeweils vier ersten Teams der Landesligen Nord und Ost rücken auf in die Verbandsliga Nord-Ost.

Die beiden erst- und zweitplatzierten Teams der Bezirksligen St. Wendel und Neunkirchen qualifizieren sich für die Landesliga Nord, die ersten vier Mannschaften der Bezirksliga Homburg für die Landesliga Ost.

Darunter sieht es wie folgt aus: Die Meister der Kreisligen A Nahe, Theel und Blies steigen in die Bezirksliga Nord auf – die Meister der Kreisliga A Saarpfalz, Höcherberg und Bliestal in die Bezirksliga Ost. Aufgefüllt werden die restlichen 26 Plätze der neuen Bezirksligen Nord und Ost mit den dritt- bis zwölftplatzierten Teams der Bezirksliga St. Wendel, den Plätzen drei bis elf der Bezirksliga Neunkirchen und den fünft- bis elftplatzierten Teams der Bezirksliga Homburg.

Die nicht für die neuen Bezirksligen qualifizierten Teams (Platz 13 bis 16 der Bezirksliga St. Wendel sowie vier der sechs Letztplatzierten der Bezirksliga Neunkirchen) spielen ab der Saison 21/22 in der Kreisliga Nord. Die verbleibenden zwei Vereine aus der Bezirksliga Neunkirchen und die Tabellenplätze zwölf bis 16 der Bezirksliga Homburg werden der neuen Kreisliga Ost zugeordnet.

Den neuen Kreisligen im Nordsaar-Bereich werden die zweit- bis neuntplatzierten Mannschaften der Kreisligen Nahe, Theel und Blies zugeteilt sowie einer der drei Tabellenzehnten, der nach einer Relegation den letzten der 32 Kreisliga-Plätze einnimmt. Die nicht für die Kreisligen A qualifizierten Vereine treten in den Kreisklassen an. Dem Norden verbleiben dafür die Teams auf den Plätzen elf bis 16 der Kreisligen Nahe, Theel und Blies sowie die zwei in der Relegation gescheiterten Teams.

Die freien Plätze der neuen Kreisligen A im Osten werden durch die zweit- bis neuntplatzierten Mannschaften der Kreisligen Saarpfalz, Höcherberg und Bliestal aufgefüllt. Hinzu kommen zwei der drei Teams von Tabellenplatz zehn, die in einer Relegation ihre Zuteilung zur Kreisliga oder Kreisklasse ausspielen. Der Kreisklasse im Osten werden die drei Letztplatzierten der Kreisligen Saarpfalz, Höcherberg und Bliestal sowie eine Mannschaft aus der Relegation von Tabellenplatz zehn zugeteilt. Im Osten wird es aufgrund der Vereinszahl wohl nur eine Kreisklasse geben.