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WM in Russland: „Rakete“ Reus soll endlich auch bei einer WM zünden

WM in Russland : „Rakete“ Reus soll endlich auch bei einer WM zünden

Marco Reus geht auf Nummer sicher. Die freien Tage vor dem Abflug nach Russland am Dienstag verbringt der Nationalspieler „ganz ruhig mit meiner Freundin“. Bloß keine Verletzung mehr riskieren, bloß nicht die ersehnte erste WM-Teilnahme aufs Spiel setzen.

Vor vier Jahren verletzte sich Reus ausgerechnet bei der WM-Generalprobe gegen Armenien schwer. Der Traum von Brasilien platzte in letzter Sekunde.

Das soll in Russland anders werden. Reus rangelt wohl hauptsächlich mit Julian Draxler auf der linken Offensivseite um einen Platz in der Startelf. Bei der Generalprobe gegen Saudi-Arabien in Leverkusen (2:1) betrieb er beste Eigenwerbung: Den Führungstreffer legte er Timo Werner auf, das Eigentor der Gäste leitete er ein, zudem traf er den Pfosten. „In der ersten Halbzeit hat er wahnsinnig gute Laufwege gemacht, dadurch haben wir einige Chancen herausgespielt", lobte Bundestrainer Joachim Löw.

Reus (29), der bisher nur die EM 2012 als großes Turnier gespielt hat, ist nach seiner Verletzungspause im Saisonendspurt mächtig in Schwung gekommen. Schon in den vergangenen Wochen hatte Löw den verletzungsgeplagten Reus überschwänglich gelobt: „Er ist ein Spieler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Er ist eine Rakete." Beim Auftakt gegen Mexiko am kommenden Sonntag (17 Uhr) wird der 29-Jährige zwar zunächst noch auf der Bank erwartet. Er könnte aber zu einer ganz besonderen „Spezialkraft“ werden. So hatte Löw in Brasilien die Joker wie Endspiel-Torschütze Mario Götze und Vorlagengeber André Schürrle bezeichnet. Reus vereint die Fähigkeiten der beiden in sich.