Radsport: Schiedsspruch im Fall Ullrich verschoben

Lausanne. Der Fall Jan Ullrich wird auf die lange Bank geschoben. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat seinen Schiedsspruch erneut verschoben. Eigentlich sollte bis gestern darüber entschieden werden, ob der Schweizer Verband seine Doping-Ermittlungen gegen den 2007 zurückgetretenen Radprofi wieder aufnehmen muss. Jetzt wurde die Frist bis maximal 30. November verlängert

Lausanne. Der Fall Jan Ullrich wird auf die lange Bank geschoben. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat seinen Schiedsspruch erneut verschoben. Eigentlich sollte bis gestern darüber entschieden werden, ob der Schweizer Verband seine Doping-Ermittlungen gegen den 2007 zurückgetretenen Radprofi wieder aufnehmen muss. Jetzt wurde die Frist bis maximal 30. November verlängert. "Das zeigt, wie komplex der Fall ist, meinte unser Anwalt zur erneuten Verlegung", erklärte Ullrichs Berater und Manager Falk Nier.Nach einer Anhörung vor dem CAS am 22. August, bei der 37-jährige Ullrich nicht zugegen war, hatte die Kammer ursprünglich den 20. Oktober als Termin für den Schiedsspruch mitgeteilt.

Der Schweizer Verband, bei dem Ullrich lizenziert war, hatte sich für nicht zuständig erklärt und die Ermittlungen in Zusammenhang mit der Fuentes-Doping-Affäre eingestellt. Dagegen hatten der Radsport-Weltverband UCI und die Schweizer Anti-Doping-Agentur geklagt. Sollte der CAS entscheiden, dass die Eidgenossen tätig werden müssen, könnte sich der Fall Ullrich weiter hinziehen. Die Schweizer hatten mit den Ermittlungen begonnen, nachdem die Bonner Staatsanwaltschaft 2007 nachgewiesen hatte, dass Blutbeutel von Ullrich bei dem spanischen Arzt Eufemiano Fuentes lagerten und auch Geld geflossen war. Ullrich bestritt Doping immer. Allerdings waren die Doping-Indizien erdrückend. dpa

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