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Radsport: Giro d'Italia hofft auf eine bessere Zukunft

Radsport: Giro d'Italia hofft auf eine bessere Zukunft

Herning. Auf den Siegerpodesten der vergangenen Jahre standen stets prominente Dopingsünder: Ivan Basso, Danilo di Luca, Riccardo Ricco oder Alberto Contador. Kein Wunder, dass der Giro d'Italia vor seiner 95. Auflage in der Krise steckt und weiter an Bedeutung zu verlieren droht

Herning. Auf den Siegerpodesten der vergangenen Jahre standen stets prominente Dopingsünder: Ivan Basso, Danilo di Luca, Riccardo Ricco oder Alberto Contador. Kein Wunder, dass der Giro d'Italia vor seiner 95. Auflage in der Krise steckt und weiter an Bedeutung zu verlieren droht. Der Veranstalter RCS hat deshalb den schillernden Renndirektor Alberto Zomegnan abgelöst und durch Michele Acquarone ersetzt. Er soll das an diesem Samstag in Dänemark startende Rennen aus der Krise führen (15.30 Uhr/live bei Eurosport).Acquarone Ansichten zu Dopingsündern stoßen nicht überall auf Wohlwollen. Dass dem Spanier Alberto Contador der Gesamtsieg 2011 im Zuge seines Dopingfalls aberkannt wurde, passt Acquarone nicht. "Im Rennen war Contador der Stärkste. Er ist großartig gefahren, und daher ist er für uns auch der Sieger", sagt der Renndirektor, dem offenbar egal ist, dass Contador unlautere Mittel einsetzte.

Unabhängig von dieser Einschätzung soll nun im dänischen Herning ein Neustart erfolgen, der die Fahrer auf 21 Etappen und 3504 Kilometer schickt. Das Spektakel soll am vorletzten Tag seinen Höhepunkt finden. Auf der 218 Kilometer langen Etappen müssen unglaubliche 5700 Höhenmeter überwunden werden. Ansonsten ist das Streckenprofil sehr human.

Aus deutscher Sicht wird interessant zu beobachten sein, wie sich das Team Netapp bei seiner ersten dreiwöchigen Rundfahrt schlägt. Der Gesamtsieg wird vermutlich zu einer italienischen Angelegenheit. Ivan Basso (Liquigas), Michele Scarponi und Damiano Cunego (beide Lampre) bilden den Favoritenkreis. dapd