Radprofi Andreas Klöden droht ein Doping-Verfahren

Hamburg. Andreas Klöden (Foto: dpa) und mit ihm der deutsche Radsport werden erneut mit voller Wucht von der Doping-Vergangenheit eingeholt. Dem besten deutschen Etappenfahrer droht ein Verfahren, da er laut einer Untersuchung zu den Vorfällen an der Uni-Klinik Freiburg ins systematische Doping-Programm der Teams Telekom und T-Mobile eingebunden gewesen sein soll

Hamburg. Andreas Klöden (Foto: dpa) und mit ihm der deutsche Radsport werden erneut mit voller Wucht von der Doping-Vergangenheit eingeholt. Dem besten deutschen Etappenfahrer droht ein Verfahren, da er laut einer Untersuchung zu den Vorfällen an der Uni-Klinik Freiburg ins systematische Doping-Programm der Teams Telekom und T-Mobile eingebunden gewesen sein soll. Laut dem Magazin "Der Spiegel" (Montag), das vorab aus dem Abschlussbericht zitierte, soll das organisierte Doping bei der früheren Vorzeige-Equipe noch abenteuerlicher abgelaufen sein, als im März 2008 im Zwischenbericht geschildert: Per SMS und Mail sollen T-Mobile-Fahrer Doping-Rationen geordert haben, Patrik Sinkewitz soll bei einer Eigenblut-Transfusion gar in eine lebensbedrohliche Lage versetzt worden sein.

Laut "Spiegel" soll der Bericht der Expertenkommission, die seit zwei Jahren die Vorwürfe gegen Sportmediziner der Freiburger Uni-Klinik untersucht, die Profis Klöden und den noch bis 26. Juli wegen Testosteron-Dopings gesperrten Matthias Kessler schwer belasten. Aus dem Papier gehe hervor, dass den beiden sowie dem Kronzeugen Sinkewitz am 2. Juli 2006 während der Tour de France von dem ehemaligen T-Mobile-Teamarzt Andreas Schmid Eigenblut verabreicht worden sein soll. "Die Kommission geht davon aus, dass nicht nur der geständige Sinkewitz, sondern auch Kessler und Klöden mit Eigenblut gedopt haben", schreibt der "Spiegel". Klöden bestreitet die Vorwürfe. dpa

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