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Punkt in Aue nutzt FCK wenig

Punkt in Aue nutzt FCK wenig

Aue. Die Fans des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern hatten im Spiel eins der Ära Stefan Kuntz auf neuen Elan ihrer Mannschaft gehofft. Beim FC Erzgebirge Aue kamen aber am Freitagabend zuerst die Gastgeber mit dem Druck der letzten Chance besser zurecht

Aue. Die Fans des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern hatten im Spiel eins der Ära Stefan Kuntz auf neuen Elan ihrer Mannschaft gehofft. Beim FC Erzgebirge Aue kamen aber am Freitagabend zuerst die Gastgeber mit dem Druck der letzten Chance besser zurecht. Kaiserslautern begann vor 12700 Zuschauern zerfahren und hatte großes Glück, nicht schon nach fünf Minuten in Rückstand zu geraten. Sanibal Orahovac war alleine vor dem Lauterer Tor aufgetaucht, scheiterte mit seinem Flachschuss aber am glänzend reagierenden FCK-Torwart Tobias Sippel. Den Nachschuss entschärfte dann Christopher Lamprecht, indem er sich spektakulär in den Ball warf. Und auch in der 15. Minute war Fortuna auf Seiten der Pfälzer, als ein Schuss von Orahovac an den rechten Innenpfosten prallte. So wurde Lautern in der ersten halben Stunde regelrecht an die Wand gespielt. Bei den Roten Teufeln war bis dahin keine Spur vom erhofften "Kuntz-Effekt" zu sehen. Während die FCK-Abwehr um Moussa Ouattara wackelte, war die Offensive einmal mehr kaum vorhanden, obwohl FCK-Trainer Milan Sasic mit Marcel Ziemer und dem rehabilitierten Erik Jendrisek zwei nominelle Sturmspitzen aufbot. Kamen die Pfälzer doch einmal in die Nähe des gegnerischen Tors, landeten die meisten Flanken und Pässe im Nirgendwo. Erst zum Ende der ersten Hälfte spielte Lautern etwas mutiger nach vorne und kam in der 41. Minute zur ersten guten Chance. Doch Marcel Ziemer blieb im Duell mit Aue-Keeper Tomasz Bobel nur zweiter Sieger. Mit dem glücklichen 0:0 zur Halbzeit war Kaiserslautern bestens bedient. Zur zweiten Halbzeit ersetzte Mathieu Beda den unsicheren Ouattara in der Deckung. Lautern gelang es nun besser, Aue vom eigenen Tor weg zu halten, blieb selbst im Spiel nach vorn aber konsequent hilflos. Das Spiel zeigte, warum beiden Teams der Abstieg aus der Zweiten Liga bevor steht. Da passte Gelb-Rot gegen Georges Mandjeck in der 63. Minute - bereits der sechste Platzverweis für den FCK in dieser Saison - ins Bild. Der beim anschließenden Wechsel für Aimen Demai vom Feld schleichende Jendrisek war Sinnbild der Befindlichkeit. Zum Glück für die Pfälzer hatte Aue vergleichbar wenig zu bieten. Die blanke Angst vor einer Pleite bestimmte das Spiel dann bis zum Ende. Weder Aue noch Lautern konnten ihre Zweitligatauglichkeit nachweisen und werden in dieser Form wohl gemeinsam den Gang in die Dritte Liga antreten.