Formel 1: „Prozession“ in Monte Carlo sorgt für viel Kritik

Formel 1 : „Prozession“ in Monte Carlo sorgt für viel Kritik

Das größte Ereignis der Formel 1 war am Ende mal wieder ein ziemlich zähes Stück Motorsport. Und die Welt hörte zu, als Lewis Hamilton bei der Zieldurchfahrt sein ernüchterndes Fazit in den Boxenfunk raunte. „Gott sei Dank ist das vorbei“, sagte der Weltmeister im Mercedes nach dem Großen Preis von Monaco: „Das war das langweiligste Rennen meines Lebens.“ 78 Runden ohne große Höhepunkte, die ersten Sechs am Start waren die ersten Sechs im Ziel, und Daniel Ricciardo gewann das Rennen als Bummelfahrer. Dem Red-Bull-Piloten fehlten schon früh zwei Gänge, aber selbst langsame Autos sind in Monaco auf den engen Straßen rund um das Hafenbecken eben nur schwer zu überholen.

Für Ex-Weltmeister Fernando Alonso war es gar das langweiligste Rennen „in der Geschichte“ der Königsklasse, „der Sport muss ein wenig über die Show nachdenken, denn so ist es nur enttäuschend.“ Die britische Daily Mail sah gar die Zeit gekommen, „eine Lüge zu entlarven. Wenn Monaco die Heimat des größten Rennens der Welt ist“, schrieb das Boulevardblatt, „dann sollten wir uns vor das nächste Auto werfen. Die moderne Formel 1 ist dem Fürstentum entwachsen.“

Die Streckenführung in Monaco wurde seit den 1950er Jahren nur im Detail verändert. Und das Fürstentum ist nur rund zwei Quadratkilometer groß, kleiner als der New Yorker Central Park, viel Platz für neue Ideen ist da nicht.

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