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Projekt "Erste Liga" vor Vollendung

Projekt "Erste Liga" vor Vollendung

Saarbrücken. Es war spät, als der 1. FC Saarbrücken am vergangenen Sonntagabend die Halle des Post SV Mühlhausen verließ. Trainer Matthias Landfried musste seinen Zug erwischen, also wurde die Feier verschoben. Die ist nach der Meisterschaft in der 2. Tischtennis-Bundesliga der Männer, die dem FCS nach dem 9:6 beim ärgsten Verfolger aus Thüringen nicht mehr zu nehmen ist, für den 19

Saarbrücken. Es war spät, als der 1. FC Saarbrücken am vergangenen Sonntagabend die Halle des Post SV Mühlhausen verließ. Trainer Matthias Landfried musste seinen Zug erwischen, also wurde die Feier verschoben. Die ist nach der Meisterschaft in der 2. Tischtennis-Bundesliga der Männer, die dem FCS nach dem 9:6 beim ärgsten Verfolger aus Thüringen nicht mehr zu nehmen ist, für den 19. April angedacht - nach dem letzten Spiel gegen Grenzau II. Da wollen die Saarbrücker erstmals ein Heimspiel in der Joachim-Deckarm-Halle austragen. Quasi als Probe für die kommende Saison, wenn der FCS als Aufsteiger in die Deutsche Tischtennis-Liga (DTTL) Hochkaräter wie Timo Boll und Christian Süß (Düsseldorf), Jan-Ove Waldner (Plüderhausen) oder Adrian Crisan (Ochsenhausen) empfängt.

Der Aufstieg ist beschlossene Sache. Seit zwei Jahren arbeitet die Tischtennis-Abteilung des FCS am Projekt "Erste Liga". Was nun noch fehlt, das ist das Personal. Und damit steht und fällt in der DTTL, in der mit Dreier-Mannschaften statt mit sechs Akteuren gespielt wird, fast alles. Zudem ist der Sprung aus Liga zwei nach oben ein großer: In der DTTL spielen fast ausschließlich europäische und chinesische Weltklasse-Spieler. Das bedeutet, dass sich in Saarbrücken das Personalkarussell mächtig drehen wird. "Unser Ziel ist der Klassenverbleib, am besten im vorderen Mittelfeld. Wir brauchen drei neue Spieler", sagt Abteilungsleiter Thomas Fox.

Der Verein plant mit Jörg Schlichter und Alexander Flemming, doch als Stammspieler gelten sie nicht. "Sie werden es so oder so schwer haben, in der Bundesliga ein Spiel zu gewinnen. Wenn sich Flemming weiter so entwickelt, ist da Potenzial. Schlichter muss mehr trainieren, dann kann er das auch", erklärt Fox: "Es ist aber auch für uns schade, dass Spieler, die für den Aufstieg gesorgt haben, dort oben kaum eine Chance haben."

Für die Verpflichtung von Hochkarätern ist der FCS fast schon zu spät dran. Nationalspieler Patrick Baum beispielsweise unterschrieb in Grenzau. Auch der FCS war an dem 21-Jährigen dran, musste aber warten, bis der Aufstieg feststand. "Das ist die Hürde bei allen Verhandlungen", erklärt FCS-Abteilungssprecher Klaus Bastian: "Die Spieler wollen früh Gewissheit, wo der Club in der kommenden Saison spielt."

Die Wechselfrist endet am 31. Mai. Doch bis dahin dürfte der Transfermarkt leergefegt sein. Hochkaräter wie der weißrussische Weltranglisten-Sechste Vladimir Samsonov (zur Zeit Cajagranada/Spanien) dürften auf Grund der sportlichen Perspektive sowie aus finanziellen Gründen nicht zu bekommen sein. Klar ist nur, dass Jiri Vrablik und Erik Illas in der kommenden Saison wohl nicht mehr beim FCS spielen. "Wir schauen uns überall um und führen Verhandlungen", sagt Fox: "Aber wir können erst etwas sagen, wenn auch Verträge unterschrieben sind."