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Positionskämpfe um hundertstel Sekunden

Positionskämpfe um hundertstel Sekunden

Homburg. Der Homburger Automobilclub feiert in diesem Jahr sein 40. Gründungsjubiläum. Der am 15. Februar 1968 durch eine Fusion des Motorsportclubs Limbach-Homburg und des MC Homburg gegründete Verein ist der traditionsreichste Motorsport-Club in der Saar-Pfalz. Das "Kind" der beiden Vorgängervereine kann somit auf ein 58-jähriges Erbe zurückblicken

Homburg. Der Homburger Automobilclub feiert in diesem Jahr sein 40. Gründungsjubiläum. Der am 15. Februar 1968 durch eine Fusion des Motorsportclubs Limbach-Homburg und des MC Homburg gegründete Verein ist der traditionsreichste Motorsport-Club in der Saar-Pfalz. Das "Kind" der beiden Vorgängervereine kann somit auf ein 58-jähriges Erbe zurückblicken. Der MC Homburg hatte in 1950er und 60er Jahren sich mit seinen Sandbahnrennen einen ausgezeichneten Ruf erworben. Bis zu 25000 Zuschauer säumten bei Auto- und Motorradrennen die 750 Meter lange Bahn im Erbacher Wald, dem heutigen Gelände der Sandrennbahn Schule in der Cranachstraße. Nationale und internationale Spitzfahrer waren damals häufig zu Gast in Homburg.

Anders als der MCH legte der MSC Limbach-Homburg den Schwerpunkt seinen sportlichen Aktivitäten auf Orientierungs- und Bildersuchfahrten. Bereits im Jahre 1968, wurde an die Ausrichtung eines Bergrennens, hinauf nach Käshofen gedacht.

Die Homburger Motorsportler Karl Richter, Siegfried Theis, Elmar Duhl und Hartmut Schöffler planten eine 5,2 Kilometer lange Streckenführung von Homburg nach Käshofen. Vorerst scheiterte jedoch das Vorhaben an der (noch) negativen Streckenabnahme der Obersten Nationalen Motorsportbehörde (ONS, heute DMSB, Deutscher Motorsport Bund). Erst im Herbst 1974 fuhren erstmals Rennwagen auf der Käshofer Straße. An Pfingsten sollte erst die Premiere stattfinden, doch aufgrund von Problemen mit der Genehmigung musste die Premiere-Veranstaltung verschoben werden. Bernhard Brack aus Honzrath in einem GRD Formel 3 war damals mit der Rekordzeit von 1:28,64 Minuten erster Gesamtsieger von 83 gestarteten Fahrern. Vom Blick zurück in die Gegenwart.

An diesem Wochenende, 19. und 20. Juli, findet das traditionelle Bergrennen hinauf auf die Sickinger Höhe bereits zum 35. Mal in Folge statt. Auch in diesem Jahr werden bei diesem "Top-Automobil-Event der Saar-Pfalz" spektakuläre Rennfahrzeuge der unterschiedlichsten Jahrgänge, Baureihen und Leistungspotenziale zu sehen sein. Dabei ist nicht nur Motorsport der Spitzenklasse garantiert, sondern die Freunde der PS-Giganten haben hier die einmalige Gelegenheit, im für jedermann offenen Fahrerlager am "Stumpfen Gipfel" einmalige Einblicke in die Welt der hoch gezüchteten Rennwagen zu nehmen.

Entlang der Käshofer Straße erwarten den Besucher wieder spannende Kämpfe um hundertstel Sekunden der mindestens 150 Starter in den unterschiedlichsten Hubraum-Klassen. Traditionsgemäß stellen die extrem hoch gezüchteten Spezial-Tourenwagen weit mehr als die Hälfte aller Starter beim Bergrennen. "Formel 1 gegen DTM" lautet hier das Motto um den Sieg. Der amtierende Deutsche Tourenwagen-Bergmeister, Reto Meisel aus der Schweiz, trifft hier mit seinem, von einem ehemaligen Formel 1-Triebwerk befeuerten Mercedes 190 Judd V8 unter anderem auf die beiden Ex-DTM Opel Astra V8 Coup&;s von Norbert Brenner und Walter Terler. Aber auch in den kleineren Klassen werden die Piloten des KW Berg-Cups (Gruppe H), des NSU Bergpokals und des Classic-Berg-Cups für Spannung sorgen.

Für den Gesamtsieg und einen etwaigen neuen Streckenrekord sind die Fahrer der Formelautos und Sportwagen prädestiniert. Als Vorjahressieger wird der Doppel-Europameister Jörg Weidinger schon unter Druck stehen. Rennwagen-Meister Uwe Lang oder der aktuelle Tabellenführer, Marcel Steiner aus der Schweiz, werden sich nichts schenken und ihren rund 400 PS starken Sportprototypen die Sporen geben.

Auf einen Blick

Mit der Technische Abnahme der Rennfahrzeuge im Fahrerlager unterhalb des Stumpfen Gipfel, beginnt am Freitag ab 17 Uhr die Veranstaltung.

Trainiert wird am Samstag von 8 bis 18 Uhr.

Rennbeginn ist am Sonntag bereits um 8 Uhr, mit dem ersten von drei Wertungsläufen.

Der Gesamtsieger wird voraussichtlich gegen 17 Uhr 30 feststehen und anschließend im Startbereich geehrt werden.

Eintrittskarten sind an den Tageskassen erhältlich. Die Wochenendkarte für Erwachsene beläuft sich auf 10 Euro (Samstag 8 Euro, nur Sonntag 10 Euro), Jugendliche zahlen 5 Euro. Kinder bis 14 Jahre sind frei. Der Besuch des Fahrerlagers sowie ein Rennprogramm ist inklusive. bub