Polizei hat keine Bedenken gegen Umzug des FCS nach Völklingen

Polizei hat keine Bedenken gegen Umzug des FCS nach Völklingen

Heute soll feststehen, was es den 1. FC Saarbrücken kosten würde, das Völklinger Stadion regionalliga-tauglich zu machen. Die Polizei sieht im Umzug nach Völklingen keine Probleme, wenn der FCS alle Vorgaben des Verbandes erfülle.

Heute fällt wohl die Entscheidung, ob Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken seine Heimspiele in der am 27. Februar beginnenden Rückrunde im städtischen Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen austragen wird. Oder doch in der Arena des Liga- und Aufstiegskonkurrenten SV Elversberg - wie am 13. Juli 2015 verkündet. Der Mietvertrag wurde aber nicht unterschrieben. Offenbar, weil es beim Weiterbau des bereits in seinem jetzigen Zustand drittliga-tauglichen Stadions Probleme gibt.

Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ) lässt sich heute vom städtischen Grundstücks- und Gebäudemanagement-Betrieb (GGM) darüber informieren, was es kosten würde, das 8265 Zuschauer fassende Hermann-Neuberger-Stadion regionalliga-tauglich herzurichten. Nach SZ-Informationen ist ein Mietvertrag ausgearbeitet. Offenbar muss nur noch die Höhe der Miete eingetragen werden. Diese wird sich nach der der Umbaukosten richten, sagt Lorig. Und danach, ob der FCS auch das Clubhaus sowie das Foyer der Hermann-Neuberger-Halle als Vip-Bereich nutzen möchte. Der Verein erklärte gestern auf Anfrage: "Einzelheiten über laufende Vertragsverhandlungen werden nicht veröffentlicht."

Die Polizei hat keine Bedenken, falls der 1. FC Saarbrücken vom Ludwigsparkstadion, das seit gestern umgebaut wird, nach Völklingen umziehen sollte. Sofern der Club die vom Fußball-Regionalverband Südwest vorgegebenen Standards für die vierte Liga im Hermann-Neuberger-Stadion umsetzen werde. "Dann gibt es nichts, was dagegen spricht", erklärt Frank Mink, bei der saarländischen Polizei der Landesverantwortliche Fußball.

Soll in Völklingen Regionalliga-Fußball gespielt werden, müssen im auch von Oberligist Röchling Völklingen genutzten Stadion Fanbereiche voneinander getrennt werden. Dafür müssten Zäune sowie Toiletten und Versorgungsstände fest installiert oder bei FCS-Heimspielen mobile Anlagen errichtet werden.

Denkbar wäre, dass für FCS-Fans die Kurve vor der Halle (2200 Stehplätze), die angrenzende Gerade (2200 Stehplätze) bis zur Tribüne (594 Sitzplätze) und die Gerade (2271 Stehplätze) auf der anderen Seite der Tribüne zur Verfügung stehen. Daran angrenzend könnte eine Pufferzone entstehen, so dass die dadurch vom FCS-Fanbereich abgetrennte, in Richtung Püttlingen liegende Kurve für 1000 Gästeanhänger zur Verfügung stehen könnte.

Das Flutlicht ist nicht regionalliga-tauglich. GGM prüft, ob die Statik der Masten eine Aufrüstung erlauben. Andernfalls müsste das für 28. März angesetzte Abendspiel gegen Waldhof Mannheim verlegt werden. Denn eine neue oder eine mobile Flutlichtanlage wären wohl zu teuer.

Zumal es sein könnte, dass der FCS das Stadion nach der Saison wieder verlassen muss. Es erfüllt nicht Drittliga-Standards und könnte soweit auch kaum aufgerüstet werden. Die Frage, wieso er womöglich in ein Stadion umzieht und Geld in dessen Umgestaltung investiert, wenn er es im Aufstiegsfall nach dann nur neun Spielen wieder verlassen müsste, ließ der Verein unbeantwortet.

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