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Fußball-Regionalliga Südwest
Plötzliche Unruhe vor dem Endspiel

Dominic Altmeier hat scharfe Kritik geäußert.
Dominic Altmeier hat scharfe Kritik geäußert. FOTO: Andreas Schlichter
Völklingen. Röchling Völklingen tritt bei Hessen Kassel an. Stürmer Dominic Altmeier kritisiert seinen Verein. Von Ralph Tiné

An diesem Samstag um 14 Uhr tritt der SV Röchling Völklingen zum Kellerduell beim KSV Hessen Kassel an. Für das Tabellenschlusslicht der Fußball-Regionalliga Südwest ist die Partie beim punktgleichen Vorletzten wohl die letzte Chance, die Hoffnung auf den Klassenverbleib am Leben zu halten. Das sieht Günter Erhardt nicht anders. „Eines ist definitiv klar: Die Mannschaft, die am Samstag verliert, wird es nicht mehr schaffen. Da bin ich mir sicher“, sagt der Völklinger Trainer mit Blick auf den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen.


Die Vorzeichen für den SV Röchling stehen alles andere als gut. Die Mannschaft wartet seit zehn Spielen auf ihren vierten Saisonsieg. Mit Ausnahme des 3:3 bei Schott Mainz hat Völklingen in den letzten sechs Partien kein Tor erzielt. „Das Hauptthema bei uns sind die Verletzten – und dass wir keine Tore machen“, benennt Erhardt zum wiederholten Mal die größten Probleme. In Kassel drohen mit Milan Ivana (Fußprellung) und Moritz Zimmer (Fersenprellung) erneut wichtige Schlüsselspieler auszufallen. Dazu hat sich Trainersohn Julien Erhardt bei der 0:2-Niederlage gegen den SSV Ulm einen Jochbein- und Augenhöhlenbruch zugezogen und wird für den Rest der Saison fehlen. Dagegen zeigt der KSV Hessen Kassel, dem vor der Saison wegen einer Insolvenz neun Punkte abgezogen wurden, nach zuletzt zwei Siegen und zwei Unentschieden (unter anderem 1:1 bei der SV Elversberg) klar aufsteigende Form.

Ob Dominic Altmeier derweil dem Völklinger Kader noch einmal angehören wird, ist zweifelhaft. Der Stürmer wechselt nach der Saison zur SG Lebach/Landsweiler II (Landesliga). Angesichts der Aussagen, mit denen der 28-Jährige auf der Internetseite seines zukünftigen Vereins zitiert wird, scheint das Tischtuch zwischen ihm und dem SV Röchling zerschnitten. „Die familiäre Atmosphäre und der ehrliche Umgang in Landsweiler ist bei meinem jetzigen Verein, dem SV Röchling Völklingen, in dieser Art nicht vorhanden, was es mir sehr leicht gemacht hat, diesen Schritt zu gehen“, ist dort zu lesen. „Das klären wir in den nächsten Tagen intern. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, kommentiert der erste Vorsitzende des SV Röchling, Wolfgang Brenner, die Kritik des Noch-Völklingers.