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Pleite trübt das Jahresfazit nicht

Pleite trübt das Jahresfazit nicht

Die Volleyballerinnen des TV Holz haben am letzten Vorrunden-Spieltag eine Niederlage hinnehmen müssen. Trotzdem sieht sich der Verein auf einem guten Weg, sich dauerhaft in der 2. Bundesliga zu etablieren.

 Die gegenseitige Anfeuerung half nicht: Der TV Bliesen zeigte an der Sportschule eine schwache Leistung. Foto: Ruppenthal
Die gegenseitige Anfeuerung half nicht: Der TV Bliesen zeigte an der Sportschule eine schwache Leistung. Foto: Ruppenthal Foto: Ruppenthal

Die Volleyballerinnen der Prowin Volleys TV Holz haben die Vorrunde in der 2. Bundesliga Süd auf dem achten Tabellenplatz beendet. Am Samstag kassierte der Aufsteiger im letzten Spiel der Hinserie beim Volleyball-Eventspieltag in der Multifunktionshalle der Saarbrücker Hermann-Neuberger Sportschule eine 0:3 (24:26, 22:25, 15:25)-Niederlage gegen den Tabellenzweiten Allgäu Team Sonthofen.

Da die Niederlage gegen den Titelkandidaten irgendwo eingeplant war, konnte sie das Vorrunden-Fazit von Trainerin Doris Wandel nicht trüben: "Wir wollen die Klasse halten, und da sind wir auf einem guten Weg." Holz , derzeit auf Rang acht, hat ein kleines Punkte-Polster auf die Abstiegsränge. Zufrieden ist Wandel aber nicht nur mit dem Tabellenplatz, sondern auch mit der Art und Weise, wie ihr Team im vergangenen halben Jahr gearbeitet hat: "Die Entwicklung der Mädels ist positiv. Vor allem im Kraftbereich haben wir zugelegt. Viele Spielerinnen können ein gutes Stück höher springen als noch zu Saisonbeginn."

Am kommenden Samstag steht für Holz noch eine ganz wichtige Begegnung im Kampf um den Ligaverbleib an. Im letzten Spiel des Jahres empfängt der Verein um 19.30 Uhr in der heimischen Halle an der Friedrich-Schiller-Schule in Heusweiler den SV Lok Engelsdorf, der als Drittletzter mitten im Abstiegskampf ist.

Mit einem Sieg gegen Engelsdorf könnte der Verein frühzeitig Planungssicherheit für eine weitere Zweitliga-Saison haben. "Wir wollen uns in dieser Liga etablieren. Die Zeiten, als es im Saarland keinen Bundesliga-Volleyball gab, sollen vorbei sein", erklärt Team-Manager Philipp Grau. Nachdem der Club in den vergangenen Jahren den Durchmarsch von der Oberliga bis in Liga zwei schaffte, sind er und seine Vorstands-Kollegen momentan dabei, die Strukturen auszubauen.

Ein Stichwort ist hier eine weitere Professionalisierung. "Wir wollen beispielsweise dahin kommen, dass wir dort nicht ausschließlich aufs Ehrenamt setzen, sondern dass wir vielleicht Teilzeitstellen schaffen können", erklärt Grau. Ein anderer wichtiger Punkt ist für den Team-Manager der Aufbau einer schlagkräftigen Jugendabteilung, aus der später auch Spielerinnen für den Zweitliga-Kader hervorgebracht werden können. Hier sind die ersten Schritte schon getan. "Vor fünf Jahren haben wir dort mit einer Mannschaft angefangen, jetzt haben wir 70 Spielerinnen", berichtet Grau.

Mittelfristig strebt der Club in der 2. Bundesliga das obere Drittel der Tabelle an. "In drei, vier Jahren wollen wir dorthin", sagt Grau. Gedanken an einen möglichen Erstliga-Aufstieg verschwendet der Team-Manager aber nicht. "Die 1. Liga ist sehr weit von uns weg. Wir wollen erst einmal die 2. Liga gut machen. Das ist unser Ziel, und dafür müssen wir noch einige Schritte gehen."

Ein solcher Schritt war auch der vom TV Holz gemeinsam mit dem TV Bliesen erstmals ausgerichtete Volleyball-Eventspieltag. Er lockte insgesamt 500 Zuschauer an die Sportschule. "Die Stimmung war super, das Publikum ist gut mitgegangen", freute sich Trainerin Wandel. Ein Lob gab es auch von Sonthofens Trainer Martin Peiske. "Das hatte ein bisschen was von Erstliga-Atmosphäre."Ausgerechnet am Volleyball-Eventspieltag in der Multifunktionshalle der Saarbrücker Hermann-Neuberger-Sportschule haben die Drittliga-Volleyballer des TV Bliesen im Heimspiel gegen die TG Rüsselsheim II einen rabenschwarzen Tag erwischt. Der Aufsteiger unterlag dem Tabellenvorletzten mit 0:3 (23:25, 21:25, 23:25). Bliesen, vor drei Wochen noch Tabellendritter, bleibt im Klassement zwar weiterhin Sechster, hat aber nur noch zwei Zähler Vorsprung vor den Abstiegsrängen.

"Wir haben schlecht aufgeschlagen, haben viele Fehler im Angriff gemacht und nicht gut geblockt. Ich konnte keine positiven Aspekte erkennen", sagte Trainer Gerd Rauch. Für sein Team war es das letzte Spiel in diesem Jahr. "Mit so einem Ergebnis in die Pause zu gehen, ist natürlich alles andere als optimal", meinte Rauch kopfschüttelnd. Die nächste Liga-Begegnung bestreitet der Verein am 10. Januar beim Tabellenzweiten Mainz-Gonsenheim.