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Pfiffe für Wollscheid, keine Punkte für FCK

Pfiffe für Wollscheid, keine Punkte für FCK

Nürnberg. Philipp Wollscheid riss die Siegerfaust in den Himmel über Nürnberg, dann umarmte er Siegtorschütze Timothy Chandler. Der 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern war das Happy End für Sieben-Millionen-Mann Wollscheid nach einer harten Woche, in der sein Wechsel zu Bayer Leverkusen bekannt gegeben worden war. "Es ist einiges von uns abgefallen

Nürnberg. Philipp Wollscheid riss die Siegerfaust in den Himmel über Nürnberg, dann umarmte er Siegtorschütze Timothy Chandler. Der 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern war das Happy End für Sieben-Millionen-Mann Wollscheid nach einer harten Woche, in der sein Wechsel zu Bayer Leverkusen bekannt gegeben worden war."Es ist einiges von uns abgefallen. Wir haben immer an uns geglaubt, auch wenn es manchmal schwer war", sagte Wollscheid. Schwer für ihn persönlich auch deshalb, weil sein Transfer ("Von mir ist eine Last abgefallen") für sichtlichen Unmut unter den Club-Fans gesorgt hatte. Vor dem Spiel wurde er ausgepfiffen, doch er rackerte über 90 Minuten unermüdlich für seinen Verein. Nach dem goldenen Tor von Chandler (14.) ging sein Blick sogar kurz nach oben, so, als wollte er sich für eine glückliche Fügung bedanken. Während US-Boy Chandler nach dem Treffer seiner Freundin Nina auf der Tribüne winkte, lobte Trainer Dieter Hecking den 1,94-Meter-Hünen Wollscheid. Der Abwehrchef aus dem saarländischen Morscholz organisierte die Defensive so gut wie seit dem letzten Heimsieg am 27. August beim 1:0 gegen Augsburg nicht mehr. "Er ist professionell mit dem ganzen Rummel umgegangen", sagte Hecking. "Es schmerzt sehr, dass Philipp geht. Aber er ist bereit für den nächsten Schritt", sagte Chandler.

Während die "Clubberer" unbedingten Siegeswillen zeigten, enttäuschte der FCK auf ganzer Linie. Christian Tiffert sprach vom "schlechtesten Spiel des Jahres". Trainer Marco Kurz faltete seine im Kreis aufgestellten Spieler noch auf dem Rasen zusammen: "Wir waren in allen Belangen unterlegen. Ich muss mich bei unseren mitgereisten Fans entschuldigen." Innenverteidiger Martin Amedick sagte: "Wir waren in einem schlechten Bundesligaspiel die schlechtere Mannschaft. Das sollte uns zu denken geben."dapd/sid