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„Pep ist noch in der Findungsphase“

München. Ganz schnell will der FC Bayern die 2:4-Niederlage im Supercup in Dortmund vergessen machen. Dazu besteht bereits ab heute die Chance. Beim internationalen Turnier in München warten namhafte Gegner. dpa

Den ersten kleinen Rückschlag unter seiner Ägide hakte Pep Guardiola schnell ab. Nach der 2:4-Supercup-Niederlage bei Borussia Dortmund verbreitete der neue Trainer des FC Bayern München demonstrative Gelassenheit. Unruhe schon vor dem Ligastart ist das letzte, was sie in München gebrauchen können. Die verpatzte Pflichtspiel-Premiere hat nun den Nebeneffekt, dass dem Audi-Cup heute und morgen in der heimischen Allianz Arena größere psychologische Bedeutung zukommt.

Beim internationalen Fußball-Turnier, das nach 2009 und 2011 zum dritten Mal in München ausgetragen wird, sind neben den Bayern Manchester City, der AC Mailand und der FC Sao Paulo am Start - der brasilianische Spitzenclub ist heute (20.30 Uhr/RTL) Münchens Halbfinalgegner. "Wir werden unsere kleinen Fehler korrigieren", versprach Guardiola nach der Pleite beim nationalen Widersacher. Vor allem die ersatzgeschwächte Defensive sah schlecht aus. Die Bayern analysierten dennoch: Kein Grund zur Besorgnis. "Wir sind noch in der Vorbereitung und werden uns verbessern", meinte Mittelfeldspieler Toni Kroos.

Taktik-Tüftler Guardiola hat es sich nicht leicht gemacht. Er setzt in der Vorbereitung nicht ausnahmslos auf das unter seinem Vorgänger Jupp Heynckes erprobte 4-2-3-1-System, mit dem die Münchner vergangene Saison das Triple holten. Stattdessen stellt er munter um. Rechtsverteidiger Philipp Lahm spielt mal im Mittelfeld, vorne probiert es der Spanier mal mit vier offensiven Mittelfeldspielern, mal mit drei Stürmern Angreifern.

Im Supercup-Spiel in Dortmund fand sich Stoßstürmer Mario Mandzukic zunächst auf der linken Außenposition wieder und der 1,69 Meter kleine Xherdan Shaqiri als mäßiger Imitator von Weltfußballer Lionel Messi von Guardiolas Ex-Club FC Barcelona in der Spitze. Der verletzte Mario Götze, auch für diesen Part im Gespräch, konnte am Montag nach seinem Muskelbündelriss erstmals wieder mit dem Ball trainieren und dürfte bald zur Verfügung stehen. Doch beim Testturnier gegen die drei internationalen Größen ist er noch nicht dabei. Danach steht am kommenden Montag beim Regionalligisten BSV Rehden die erste DFB-Pokalrunde an. Vier Tage später geht es beim Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach. Zählt man die restlichen Tests dazu, haben die Bayern im August acht Spiele - inklusive des Uefa-Supercup-Finales gegen den FC Chelsea am 30. August. Das Mammutprogramm aus der Vorsaison setzt sich also auch nach der kurzen Vorbereitung fort.

Guardiola scheint die Zeitknappheit wenig zu beeindrucken. Der Katalane will seinen Spielern das gründliche Bewusstsein für mehr Ballbesitz und eine noch größere Spielkontrolle in Barcelona-Manier einimpfen. Da nutzt der 42-Jährige die Tests zum Umschulen und zum Probieren. "Pep ist noch in der Findungsphase", urteilte Bayern-Präsident Uli Hoeneß zuletzt. "Ich bin der Meinung, dass sieben oder acht Spieler regelmäßig spielen werden. Wenn du jedes Mal fünf oder sechs Spieler austauschst, wird es sehr schwierig", erklärte er zu einem möglichen Stammplatz-Theater, das Guardiola in Kürze drohen könnte.

28 Spieler stehen im Münchner Aufgebot - wohl zu viele. Beim Ausdünnen sind die Bayern noch nicht vorangekommen. So hat sich ein möglicher Wechsel von Defensivspieler Luiz Gustavo zum Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg, der sein Interesse an dem Brasilianer erklärt hatte, noch nicht konkretisiert.