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Pecheur will zum Auftakt abräumen

Pecheur will zum Auftakt abräumen

Am Ostermontag startet der Rennclub Saarbrücken auf seiner Bahn in Güdingen in die Saison. Beim ersten Renntag will Lokalmatador Maxim Pecheur bei seinen fünf Einsätzen gleich ein Zeichen für 2016 setzen.

Neun Rennen , 54 Pferde und jede Menge Spannung. Der Rennclub Saarbrücken eröffnet am Ostermontag traditionell die Reitsaison auf der Pferderennbahn in Güdingen . Beim ersten der insgesamt vier Renntage, dem 13. Lotto-Renntag, gibt es für die Besucher sechs Galopp- und drei Trabrennen zu sehen.

In fünf der sechs Galopprennen wird dann auch Maxim Pecheur im Sattel sitzen. Der 25-Jährige, der in Saarbrücken zur Schule gegangen ist, freut sich sehr auf sein Heimrennen. "Ich bin als Jockey viel unterwegs, da bin ich natürlich froh, in meiner Heimat reiten zu können", sagt er. Über 30 Rennen konnte Pecheur vergangene Saison gewinnen und war unter den besten zehn Jockeys in Deutschland - sein erfolgreichstes Jahr, seit er ausgelernter Jockey ist. "Darauf wollen wir aufbauen. Es ist wichtig, dass ich viele Engagements bekomme", erklärt er die Ziele für 2016.

Dass er überhaupt im Sattel sitzt, hat er auch Werner Schmeer, dem Vorsitzenden für Pferderennsport des Rennclubs Saarbrücken, zu verdanken. Der hatte ihm ein Praktikum bei Trainer Christian von der Recke besorgt, wo er nach dem Abitur auch seine Ausbildung absolvierte. "Maxim hatte sofort Spaß an der Sache. Er weiß sich zu bewegen und hat eine gute Statur für einen Jockey", sagt Schmeer: "Er ist die Zukunftshoffnung für den deutschen Reitsport."

Das will Pecheur auch am Montag zeigen, wo er sich bei seinen fünf Starts gute Chancen auf Siege ausrechnet. "Die Pferde von Christian von der Recke sind auf die Renntage in Güdingen immer sehr gut vorbereitet. Gerade Bavarian Beauty, die ich im Hauptrennen reite, ist richtig gut", meint der Profi-Reiter. Jenes Hauptrennen über 1900 Meter wird als sechstes Rennen um 16.55 Uhr gestartet, das Preisgeld beträgt 8500 Euro. Das weiß Pecheur zu schätzen: "Die Rennen hier sind immer sehr gut dotiert. Zudem ist die Atmosphäre und Stimmung der Zuschauer großartig", beschreibt er die Vorzüge der Güdinger Renntage.

Wie gut die Stimmung dieses Mal wird, hängt wie jedes Jahr auch vom Wetter ab, weiß Werner Schmeer: "Traditionsgemäß ist der Ostermontag sehr gut besucht. Wir hoffen bei ordentlichem Wetter auf über 10 000 Zuschauer." Diejenigen, die kommen, können sich auf weitere Lokalmatadoren freuen. Neben Pecheur sind unter anderem auch Michelle Blumenauer und Peter Neisius mit von der Partie. Blumenauer, Studentin aus Beckingen, wurde vergangene Saison Zweite bei der Fegentri, der Weltmeisterschaft für Amateurreiterinnen. Der Saarbrücker Neisius ist im Trabsport zu Hause. Der 33-Jährige gewann in seiner Laufbahn schon mehr als 90 Rennen und sicherte sich 2015 den Hecker Juwelen Traber-Cup, das Jahres-Championat der Rennbahn Güdingen , das auch in diesem Jahr wieder ausgetragen wird. Spannend wird es am Montag auf jeden Fall - vielleicht mit dem richtigen Ausgang für die Lokalmatadoren.