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Paukenschlag beim FC Homburg

Paukenschlag beim FC Homburg

Homburg/Elversberg. Der FC Homburg hat eine Woche vor dem Spitzenspiel der Fußball-Oberliga Südwest beim SVN Zweibrücken für einen Paukenschlag gesorgt. Gestern gab der Verein bekannt, dass Trainer Jens Kiefer die Grün-Weißen zum Saisonende verlassen wird. Der 35-Jährige wechselt im Sommer zur SV Elversberg

Homburg/Elversberg. Der FC Homburg hat eine Woche vor dem Spitzenspiel der Fußball-Oberliga Südwest beim SVN Zweibrücken für einen Paukenschlag gesorgt. Gestern gab der Verein bekannt, dass Trainer Jens Kiefer die Grün-Weißen zum Saisonende verlassen wird. Der 35-Jährige wechselt im Sommer zur SV Elversberg. Dort erhält er einen Zweijahresvertrag und wird den Posten des Jugendkoordinators übernehmen sowie den Trainerstab der SVE ergänzen.

"Es gefällt mir gar nicht, dass uns der Trainer verlässt. Doch ich muss die Entscheidung akzeptieren, wenn er sich wirtschaftlich verbessern kann", erklärte Homburgs Vorsitzender Herbert Eder, der auf die "perfekte Chemie" zwischen Vorstand und Trainer verweist.

Kiefer, der seine Entscheidung am Samstag dem Vorstand mitteilte, äußerte sich zu seinem Wechsel wie folgt: "Ich habe eine neue Aufgabe gebraucht, und Elversberg hat mir auf allen Ebenen ein gutes Angebot gemacht." Doch Kiefer, der bei der SV Elversberg von 1993 bis 1997 aktiv war, sagt auch: "Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen."

Der Mannschaft wurde die Entscheidung gestern Vormittag vor dem Training mitgeteilt. "Ich habe mit vielem gerechnet, doch damit nicht", zeigte sich FCH-Mittelfeldspieler Christoph Holste überrascht. Dennoch sind sich die Verantwortlichen in Homburg einig, dass das Projekt "Aufstieg 2010" nicht gefährdet wird. Zwar gab Vorsitzender Eder zu, dass es "aus bestimmten Kreisen aus dem Umfeld" zu Unruhe kommen könne, wenn das Team nicht punkte. "Aber wir haben uns entschieden, offensiv damit umzugehen. Nach meiner Erfahrung funktioniert das Stillschweigen nicht", sagte Eder. "Und ich denke, unsere Mannschaft und unser Trainer sind so gefestigt, dass sie erst recht zeigen wollen, dass sie eine Spitzenmannschaft sind."

Nach der Entscheidung Kiefers hat sich der FCH bereits auf die Suche nach einem Nachfolger begeben. "Die Suche ist heute gestartet. Der neue Trainer soll die begonnene Arbeit von Jens Kiefer weiterführen", erklärte Eder gestern.

Während in Homburg die Entscheidung Kiefers mit Bedauern hingenommen wurde, überwiegt auf Elversberger Seite die Freude. "Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern. Jens Kiefer hat in der Vergangenheit gute Arbeit im Jugendbereich geleistet und hat sich jetzt auch im aktiven Bereich ausgezeichnet", erklärte Elversbergs Regionalliga-Trainer Günter Erhardt. Er ergänzt: "Um das gleich zurückzuweisen: Ich werde mich mit Sicherheit nicht an den Schreibtisch zurückziehen und andere das Training leiten lassen."

Wie Kiefers Aufgaben neben der Jugendkoordination im Trainerteam aussehen werden, ist noch nicht klar festgelegt. Der Aufgabenbereich wird auf jeden Fall "vielfältig sein". "Details müssten noch abgeklärt werden", meinte Erhardt.