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Patrick Klyks Duell mit Ex-Verein und Arbeitgeber

Patrick Klyks Duell mit Ex-Verein und Arbeitgeber

Völklingen. Für Patrick Klyk, den Trainer des Fußball-Verbandsligisten SV Röchling Völklingen, ist das heutige Achtelfinale des Saarlandpokals gegen den Regionalligisten SV Elversberg (19 Uhr, Hermann-Neuberger-Stadion) ein besonderes Spiel. Einerseits streifte Klyk von 1999 bis 2002 das Trikot der SVE in der Regionalliga über

Völklingen. Für Patrick Klyk, den Trainer des Fußball-Verbandsligisten SV Röchling Völklingen, ist das heutige Achtelfinale des Saarlandpokals gegen den Regionalligisten SV Elversberg (19 Uhr, Hermann-Neuberger-Stadion) ein besonderes Spiel. Einerseits streifte Klyk von 1999 bis 2002 das Trikot der SVE in der Regionalliga über. Andererseits ist Elversbergs Vereins-Chef und Mäzen Frank Holzer sein Arbeitgeber. Bei Holzers Pharma-Unternehmen Ursapharm kümmert sich Klyk um die Auslandsgeschäfte im asiatischen Raum.

Über das Spiel gesprochen wurde in der Firma kaum, wie Klyk versichert: "Nach der Auslosung haben wir den ein oder anderen Spaß gemacht. Mehr aber nicht." Sowieso scheint der 33-Jährige der Aufgabe gelassen entgegen zu blicken. "Man muss sehen, dass dieses Los für uns wohl mit dem Ausscheiden gleichzusetzen ist. Die Elversberger sind alles gestandene Regionalliga-Spieler", sagt Klyk.

Dennoch kann er nicht verhehlen, dass er sich riesig freut. "Natürlich ist das für mich ein besonderes Spiel", sagt er, "und es ist doch klar, dass ich die Mannschaft richtig heiß machen werde." Denn er wolle sich nicht am nächsten Tag über eine hohe Niederlage ärgern, erklärt Klyk. Und schon gar nicht in der Firma.

Ein kleiner Funke Hoffnung ist dann doch vorhanden. "Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie guten Fußball spielt und nicht nur bolzt. Sie soll nur nicht in Ehrfurcht erstarren", sagt Klyk, "aber so kenne ich meine Mannschaft auch nicht. Die Spieler freuen sich tierisch. Und ich erwarte auch nicht, dass die Elversberger mit einer extrem breiten Brust nach Völklingen kommen. Sie wissen schon, dass sie gewinnen müssen und sich gegen uns blamieren können."

Gute Erinnerungen dürften die Völklinger an das letzte Saarlandpokalspiel gegen die SVE im Jahr 2005 haben. Damals warfen die Rot-Schwarzen den Favoriten mit einem 3:2-Sieg aus dem Wettbewerb.

Allerdings muss Klyk heute, wie schon am vergangenen Wochenende gegen Friedrichsthal (1:2), wohl auf den Kopf des Teams verzichten: Almir Delic, der ebenfalls in der Vergangenheit für die SVE auflief, laboriert an einer Bänderdehnung. Falls die Völklinger dennoch die Sensation schaffen sollten, dann weiß der Trainer schon, was er machen wird. "Dann nehme ich mir den Rest der Woche Urlaub", sagt Klyk scherzhaft.