Dritter Einsatz Saarländische Ski-Langläuferin Recktenwald verpasst Paralympics-Finale

Zhangjiakou · Johanna Recktenwald aus Marpingen hat am frühen Mittwochmorgen deutscher Zeit ihren dritten Einsatz bei den Paralympics gehabt. Im Langlauf verpasste sie dabei das Finale.

 Johanna Recktenwald aus Marpingen und ihr Guide Valentin Haag schieden bei den Paralympics im Langlauf-Sprint der Sehbehindertenklasse als Halbfinal-Dritte aus.

Johanna Recktenwald aus Marpingen und ihr Guide Valentin Haag schieden bei den Paralympics im Langlauf-Sprint der Sehbehindertenklasse als Halbfinal-Dritte aus.

Foto: dpa/Jens Büttner

Bei widrigen Bedingungen in Zhangjiakou bei acht Grad und nassem Schnee erlebte Johanna Recktenwald aus Marpingen am frühen Mittwochmorgen deutscher Zeit ihren dritten Auftritt bei den Paralympics. Die 20-jährige Saarländerin startete in China diesmal im Skilanglauf. Zuvor hatte die sehbehinderte Athletin mit ihrem Guide Valentin Haag im Biathlon-Sprint Platz sieben und über die Mitteldistanz im Biathlon sogar Rang vier erreicht und damit Bronze verpasst.

Im Langlauf in der freien Technik musste Recktenwald diesmal erst in die Qualifikation. Und in ihrem Halbfinale der Sehbehinderten-Klasse verpasste die Saarländerin mit Haag als Dritte das Finale. Ebenfalls ausgeschieden waren nach dem Halbfinale Anja Wicker und Alexander Ehler. Wicker hatte im Biathlon zuvor Bronze gewonnen, nun schied sie in der sitzenden Klasse mit „schweren Armen“, wie sie sagte, als Letzte ihres Halbfinallaufs aus.

Recktenwalds nächster Auftritt steht nun an diesem Freitagmorgen (7.30 bis 9 Uhr deutscher Zeit) im Biathlon-Individualrennen an. Für die Saarländerin war das Langlaufrennen das einzige bei den Paralympics in dieser Disziplin, ansonsten startet sie nur als Skijägerin im Biathlon.

Die 15 Jahre alte Linn Kazmaier hat dagegen in Peking ihre dritte Medaille gewonnen. Im Langlauf-Sprint der Sehbehinderten sicherte sich die jüngste deutsche Teilnehmerin mit Guide Florian Baumann in China am Mittwoch den dritten Platz. Kazmaier hatte zuvor im Biathlon und über 10 Kilometer im Langlauf jeweils die Silbermedaille geholt. Paralympicssiegerin wurde die Österreicherin Carina Edlinger vor Oksana Schischkowa aus der Ukraine. Leonie Walter kam einen Tag nach ihrem überraschenden Erfolg im Biathlon mit Guide Pirmin Strecker als Vierte ins Ziel.

„Manchmal fühlt es sich schon ein Stück weit surreal an“, sagte Kazmaier und ergänzte mit Blick auf die ausgeschlossenen Russinnen: „Man muss schon sehen, dass nicht alle unsere Konkurrenten dabei sind. Aber wir liefern schon echt gute Wettkämpfe.“ Ihrem Guide ein Geschenk zum 21. Geburtstag am Mittwoch zu machen, sei „schon ein Stück weit“ Motivation gewesen. „Das ist definitiv ein sehr besonderer Geburtstag“, sagte Baumann: „Allein schon hier feiern zu können, und dann noch so ein super Rennen, das ist einfach cool.“