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Ovtcharov bestätigt Anfrage aus Saarbrücken

Saarbrücken. Europas Nummer eins im Tischtennis, der deutsche Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov, will bei seinem russischen Verein Fakel Orenburg bleiben. Eine Anfrage des 1. FC Saarbrücken bestätigt der 26-Jährige. kai/zewe

An diesem Sonntag spielt der 1. FC Saarbrücken um den Einzug ins Halbfinale - und damit auch um die Qualifikation für die Champions League. Die Ausgangslage: Gewinnt der FCS sein Heimspiel gegen Liga-Schlusslicht TTC Hagen (15 Uhr, Joachim-Deckarm-Halle), ist ihm ein Platz unter den ersten Vier und damit im Halbfinale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft nicht mehr zu nehmen - wovon bei der Leistungsstärke des FCS im Vergleich zu Hagen ausgegangen werden kann.

Klar ist inzwischen die Ausgangslage in der Kaderzusammenstellung für die neue Saison. Darin wird Dimitrij Ovtcharov wohl keine Rolle spielen. Dies hatte nach einem Artikel in der SZ zuletzt bereits der sportliche Leiter des FCS, Erwin Berg, erklärt. Und dies teilte über seinen Ausrüster Donic, dessen Sitz in Völklingen ist, nun auch Ovtcharov der SZ mit. Der Weltranglisten-Vierte sagte, dass der FCS auf ihn zugekommen sei "und nicht umgekehrt". Es habe einen Informationsaustausch gegeben, in dem er konkret seine Vorstellungen geäußert habe. Aber: Ovtcharov steht bei seinem Verein Fakel Gazprom Orenburg in Russland bis Mitte 2016 unter Vertrag. Sein Gehalt ist in Euro und nicht in Rubel oder Dollar ausgehandelt. Es war spekuliert worden, dass durch den Verfall des Rubels ein Wechsel Ovtcharovs aus finanziellen Gründen denkbar wäre. "Unter den jetzigen Voraussetzungen möchte ich diesen Vertrag darüber hinaus gerne verlängern", sagte der 26-Jährige, der als "inzwischen klare Nummer eins in Europa ständig lukrative Angebote von Vereinen aus der ganzen Welt" bekäme.

Der FCS wird in der neuen Saison, so hatte es Berg verdeutlicht, mit der derzeitigen Besetzung Tiago Apolonia, Bojan Tokic und Adrien Mattenet antreten. Alle haben laufende Verträge, die Berg erfüllen will. Wobei er sich bei dem Franzosen Mattenet, der selten überzeugt hatte (acht Siege, 14 Niederlagen in dieser Saison), eine Leistungssteigerung wünscht. Eine Gelegenheit bietet sich nicht nur am Sonntag im letzten Spiel der regulären Saison gegen Hagen, sondern im Falle eines Sieges auch im Halbfinale gegen den Serienmeister Borussia Düsseldorf mit Tischtennis-Idol Timo Boll .