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Ottos Endspiele: WM oder Abschied

Ottos Endspiele: WM oder Abschied

Frankfurt. Auf seine alten Tage will Otto Rehhagel seine erste Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft perfekt machen. In den Relegationsspielen gegen die Ukraine an diesem Samstag in Athen und am Mittwoch (je 19 Uhr) in Donezk kann Griechenland das Ticket für Südafrika 2010 buchen. "Wir haben das Ende unseres Weges erreicht

Frankfurt. Auf seine alten Tage will Otto Rehhagel seine erste Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft perfekt machen. In den Relegationsspielen gegen die Ukraine an diesem Samstag in Athen und am Mittwoch (je 19 Uhr) in Donezk kann Griechenland das Ticket für Südafrika 2010 buchen. "Wir haben das Ende unseres Weges erreicht. In diesen zwei Spielen wird sich zeigen, ob wir den Preis verdienen", sagte der 71-Jährige. Mit Theofanis Gekas (Bayer Leverkusen), Angelos Charisteas (1. FC Nürnberg) und Vasilis Pliatsikas (FC Schalke) stehen drei Bundesliga-Profis in Rehhagels Aufgebot. "Ich habe mit Griechenland zwei Europameisterschaften gespielt und mit dem Titel 2004 eigentlich alles erreicht. Was mir noch fehlt, ist eine WM-Teilnahme. Das Ziel lautet ganz klar, nach Südafrika zu fliegen", sagte Charisteas: "Für uns in Griechenland sind es die Spiele des Jahres, keine Frage." Für Rehhagel, der die Nationalelf seit 2001 betreut, aber in der WM-Qualifikation stets gescheitert war, könnten es die letzten Spiele als Trainer sein: Sein Vertrag läuft aus - spätestens nach der WM. Über seine Zukunft hüllt er sich in Schweigen. Kenner halten es für möglich, dass er als Sportdirektor weitermacht. Dass sich der langjährige Trainer von Werder Bremen zur Ruhe setzt, gilt als ausgeschlossen. "Er braucht den Fußball, deshalb wird er auch nie in Rente gehen", prophezeite sein Ex-Schützling Rudi Völler, der jetzt Sportdirektor in Leverkusen ist. "Man merkt, dass auch er unbedingt zur WM will. Otto hat im Fußball fast alles gesehen und alles erlebt, niemand hat mehr Erfahrung als er. Er wird uns zeigen, wie wir das meistern können", sagte Charisteas. Die Griechen, die die zweite WM-Teilnahme nach 1994 anstreben, bauen vor allem auf Gekas. Der Stürmer ist mit zehn Treffern bester Torschütze in der europäischen WM-Qualifikation. "Die Ukraine hat keinen Vorteil. Im Gegenteil, ich denke, dass ihnen ein bisschen Erfahrung fehlen wird. Erfahrung, die wir besitzen", sagte der Leverkusener. Die Osteuropäer waren 2001 in der Relegation an Deutschland gescheitert. "Wir fahren nach Griechenland, um zu gewinnen", sagte nun Trainer Alexej Michailitschenko. Auch Anatoli Timoschtschuk von Bayern München versprach: "In Athen werden wir auf Sieg spielen." Doch der Mittelfeldspieler erinnerte an den EM-Triumph der Griechen 2004: "Von der Mannschaft sind noch vier bis fünf Akteure dabei, die bei den besten Mannschaften Europas spielen. Wir müssen vor allem auf Gekas aufpassen." Michailitschenko setzt in erster Linie auf Akteure von Spitzenreiter Dynamo Kiew, allen voran auf Stürmer Andrej Schewtschenko. Außer Timoschtschuk steht mit Verteidiger Dmitri Tschigrinski vom FC Barcelona nur ein weiterer Legionär im Kader. Ex-Hertha-Profi Andrej Woronin, der nur Reservist beim FC Liverpool ist, wurde nicht nominiert. WM-Relegation Hinspiele, Europa:Russland - Slowenien Sa, 17.00 UhrGriechenland - Ukraine Sa, 19.00 UhrIrland - Frankreich Sa, 21.00 UhrPortugal - Bosnien Sa, 21.30 UhrSüd-/Nord-/Mittelamerika/Karibik:Costa Rica - Uruguay So, 3.00 UhrAsien/Ozeanien (Rückspiel, Hinspiel 0:0):Neuseeland - Bahrain Sa, 8.00 UhrIn Afrika fällt die Entscheidung über die dortigen letzten drei WM-Startplätze in den letzten Gruppenspielen an diesem Wochenende.