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Otto und sein "Tor des Jahres"

Otto und sein "Tor des Jahres"

Saarlouis. "Als das Tor gefallen ist, war das schon Gänsehaut pur", sagt Handballer Otto Fetser einen Tag nach seinem "Tor des Jahres" gegen den ThSV Eisenach. Der Rechtsaußen des Zweitligisten HG Saarlouis leitete mit seinem Treffer zum 10:10 die Kehrtwende im Spiel seiner Mannschaft und damit den 29:25-Sieg ein. Bereits am kommenden Sonntag müssen Fetser und Co

Saarlouis. "Als das Tor gefallen ist, war das schon Gänsehaut pur", sagt Handballer Otto Fetser einen Tag nach seinem "Tor des Jahres" gegen den ThSV Eisenach. Der Rechtsaußen des Zweitligisten HG Saarlouis leitete mit seinem Treffer zum 10:10 die Kehrtwende im Spiel seiner Mannschaft und damit den 29:25-Sieg ein. Bereits am kommenden Sonntag müssen Fetser und Co. schon wieder ran, wenn sie um 16 Uhr beim SV Post Schwerin zu Gast sind."Ich bin den Gegenstoß nach vorne gelaufen, drehe mich um und sehe schon Darek, wie er das Ding einfach raushaut", beschreibt Fetser, wie er die von Torwart Darius "Darek" Jonczyk eingeleitete, schönste Aktion des Abends, wohl die schönste Aktion der bisherigen Saison, erlebt hat. Der Pass von Jonczyk flog über die gesamte Spielfeldlänge. "Ich musste aufpassen, dass ich nicht in den Kreis trete und bin dem Ball von rechts entgegen gesprungen - der Rest war Instinkt." Der Rest, den Fetser meint, war eine perfekte Ballannahme in der Luft ("Kempa-Trick") und die schnelle Antizipation, das richtige Mittel gegen den gut postierten Gäste-Torwart Radek Musil zu finden: ein Dreher in die Mitte des Tores. "Da war aber auch Glück dabei", meint der viermalige Torschütze.

Weniger Glück, mehr Nervenstärke und Erfahrung zeigte Fetser bei seinen zwei Siebenmeter-Toren. Nachdem die eigentlichen Schützen Danijel Grgic und Andre Lohrbach jeweils an Musil scheiterten, verwandelte Fetser sicher.

Sicher ist er sich auch in Bezug auf die Zielsetzung am Sonntag in Schwerin: "Natürlich wollen wir nachlegen", erklärt der Linkshänder: "Wir wollen in Schwerin nicht - wie es in Rostock der Fall war (28:34-Niederlage, Anm. d. Red.) - auf dem falschen Fuß erwischt werden. Wir sind also gewarnt." Das Hinspiel in der Stadtgartenhalle endete 25:25.

Dass die Belastung durch die erste von zwei "englischen Wochen" im Monat März schon zu spüren sei, glaubt Otto Fetser nicht. "Ich meine, jeder von uns spielt gerne Handball. Und deshalb freuen wir uns auf jedes Spiel. Nach dem Spiel ist man schon müde, aber wir haben ja auch einen angepassten Trainingsablauf und können uns regenerieren."

Wie schon vor der Fahrt nach Rostock wird die HG einen Tag vor dem Spiel anreisen und vor Ort eine letzte Trainingseinheit absolvieren. Wenn dieser Ablauf kein schlechtes Omen für den Auftritt beim SV Post Schwerin ist, könnte Otto Fetser wieder an einer spielentscheidenden Aktion beteiligt sein - ganz instinktiv, versteht sich. zen

"Der

Rest war Instinkt."

Otto Fetser,

HG Saarlouis, über seinen Kempa-Trick