Ormesheimer Triathlet Tristan Vinzent wird Zweiter in Mexiko

Triathlon : Vinzent läuft bei Zehnfach-Triathlon in Mexiko auf Platz zwei

Tristan Vinzent hat beim Zehnfach-Ironman in Mexiko zum großen Wurf ausgeholt und den zweiten Platz belegt. „Dass ich in Léon Zweiter geworden bin, war schon sensationell“ freute sich der Saarländer nach seiner Rückkehr.

Ein Deca Continuous ist ein zehnfacher Ironman nonstop und gehört damit wohl zu den härtesten Aufgaben, die im Sportbereich möglich sind. Für 38 Kilometer Schwimmen, 1800 Kilometer Radfahren und 420 Kilometer Laufen benötigte Vinzent insgesamt 226:38:29 Stunden. Damit war er 17:02 Stunden schneller als im vergangenen Jahr in New Orleans. In der Stadt in Louisiana hatte der Ormesheimer zum ersten Mal an einem Deca Continouous teilgenommen. Und bereits unterwegs hatte für ihn trotz der großen Anstrengungen festgestanden, dass es nicht der letzte Wettbewerb dieser besonderen Kategorie bleiben sollte.

„Sämtliche drei Disziplinen werden hintereinander absolviert. Wir Sportler müssen dabei mit extrem wenig Schlaf auskommen. Schließlich läuft die Uhr ja immer weiter“, berichtet Vinzent von den besonderen Gegebenheiten dieser Großveranstaltung. Während es für normal trainierte Ausdauersportler teilweise bereits eine Herausforderung darstellt, einen Marathon zu bewältigen, ließ der Saarländer einfach einmal noch neun weitere folgen – eine Wahnsinnsleistung!

Und dabei ist der 56-Jährige ein Amateurathlet. Seine Brötchen verdient er als Dirigent und Musiklehrer. In seiner Altersklasse – den 50- bis 59-Jährigen – gab es in Mexiko keinen schnelleren Sportler. Für die 38 Kilometer lange Schwimmstrecke benötigte er 14:09:31 Stunden. Und die 1800 Kilometer Radfahren absolvierte der Ausdauerjunkie in einer Zeit von 111:32:27 Stunden. Und da ihm dies noch lange nicht reichte, wurden die 420 Kilometer Laufen unter der 100-Stunden-Grenze bewältigt – genauer gesagt in 99:57:46 Stunden.

„Es war der absolute Wahnsinn, was in Mexiko abgegangen ist“, sagt der Ormesheimer Ausdauerathlet rückblickend. Im Ziel wurde er von den vielen Zuschauern frenetisch gefeiert. Erst dann konnte der Saarländer erstmals richtig realisieren, welch große Leistung ihm geglückt war. Der zweite Gesamtplatz hat natürlich in dieser Szene weltweilt für Aufsehen gesorgt und dürfte nun auch beim Hinzugewinnen von weiteren Sponsoren äußerst hilfreich sein. Schließlich betreibt Vinzent nicht gerade einen kostengünstigen Sport und muss vor allem für die Flüge und die Unterkunft seines Teams viel Geld aufbringen.

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