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Orange im eiskalten Medaillen-Rausch

Orange im eiskalten Medaillen-Rausch

Inzell. Die Sprinter nicht zufrieden, die Damen total enttäuscht, "Oranje" im Rausch: Der zweite Tag der Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften in Inzell brachte dem deutschen Team eine herbe Ernüchterung. Für das beste Resultat sorgte der Berliner Samuel Schwarz, der über 1000 Meter Neunter wurde

Inzell. Die Sprinter nicht zufrieden, die Damen total enttäuscht, "Oranje" im Rausch: Der zweite Tag der Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften in Inzell brachte dem deutschen Team eine herbe Ernüchterung. Für das beste Resultat sorgte der Berliner Samuel Schwarz, der über 1000 Meter Neunter wurde.Die deutschen Mittelstrecklerinnen enttäuschten hingegen über 1500 Meter und mussten mitansehen, wie sich Eis-Königin Ireen Wüst bei einem Dreifacherfolg der Niederländerinnen nach den 3000 Metern den zweiten Titel im zweiten Rennen sicherte. Angefeuert von rund 3000 Oranje-Fans unter den 5000 Zuschauern im ausverkauften Glaspalast von Inzell lief die Olympiasiegerin zu ihrem siebten WM-Gold.

Einen Tag nach seinem zweiten Platz über 1500 Meter wurde Top-Favorit Shani Davis aus den USA über 1000 Meter seiner Favoritenrolle gerecht und gewann seinen sechsten WM-Titel. "Ich bin heute viel aggressiver angegangen als gestern", meinte Davis, nachdem er tags zuvor gegen den Norweger Havard Bökko verloren hatte. Samuel Schwarz setzte sich im deutschen Duell gegen Nico Ihle durch und erkämpfte mit Rang neun die beste WM-Platzierung seiner Karriere. "Der Lauf war insgesamt gut. Aber der Abfall in der zweiten Runde war zu groß. Es ist nicht so, dass ich jetzt freudestrahlend durch die Halle laufe", meinte der 27-Jährige. Schwarz hatte im Dezember 2010 mit dem ersten Weltcupsieg deutscher Herren seit mehr als neun Jahren für Aufsehen gesorgt.

Die Deutschen haben am Wochenende mehrere Medaillen-Chancen. Im Fokus stehen Stephanie Beckert und Claudia Pechstein, die am Samstag über 5000 Meter starten und am Sonntag gemeinsam im Team-Wettbewerb laufen werden. Außerdem geht Jenny Wolf über 500 Meter als Titelverteidigerin an den Start. dpa