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Olympia-Macher sehen Bewerbung trotz Ultimatum nicht gefährdet

Olympia-Macher sehen Bewerbung trotz Ultimatum nicht gefährdet

München. Die Münchner Olympia-Bewerber sehen ihr Großprojekt Winterspiele 2018 trotz eines Ultimatums zahlreicher Grundbesitzer in Garmisch-Partenkirchen nicht in Gefahr. "Die Kandidatur ist auf jeden Fall nicht gefährdet" sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Vesper gestern. So sieht es auch die bayerische Staatsregierung, die mit den Bauern verhandelt

München. Die Münchner Olympia-Bewerber sehen ihr Großprojekt Winterspiele 2018 trotz eines Ultimatums zahlreicher Grundbesitzer in Garmisch-Partenkirchen nicht in Gefahr. "Die Kandidatur ist auf jeden Fall nicht gefährdet" sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Vesper gestern. So sieht es auch die bayerische Staatsregierung, die mit den Bauern verhandelt. "Die olympische Bewerbung ist nicht gefährdet, sie wird abgegeben", bekräftigte Ministerpräsident Horst Seehofer gestern nach einer Kabinettssitzung in München. "Die noch offenen Grundstücksfragen lassen sich klären und gefährden die Bewerbung nicht", ergänzte Staatskanzleichef Siegfried Schneider.59 Bauern und Grundbesitzer aus Garmisch hatten zuvor in einem Brief an die Bayerische Staatskanzlei die Nutzung ihrer Grundstücke für die Winterspiele abgelehnt. Demnach fordern die Olympia-Gegner die Landesregierung ultimativ auf, die Bewerbung zurückzuziehen. Sollte der Freistaat die Bewerbung nicht bis 22. Dezember offiziell aufgegeben haben, wollen die Bauern das Internationale Olympische Komitee (IOC) informieren, dass es für die Spiele nicht auf ihre Grundstücke zurückgreifen könne. "Sämtliche Grundstücke liegen innerhalb des Sicherheitszauns, den das IOC rund um die Olympiaanlagen verlangt", sagte Rechtsanwalt Ludwig Seitz, der die Bauern vertritt. "Gegebenenfalls gibt es entsprechende Ersatzlösungen", sagte in Bezug darauf Staatskanzleichef Schneider.

Im Schneepark Garmisch-Partenkirchen, für den die Münchner Olympia-Bewerber Grundstücke von Bauern benötigen, sind mehrere Wettkampfstätten vorgesehen - etwa die Alpin-Arena Kandahar. Außerdem soll in der Marktgemeinde ein Olympisches Dorf für 2500 Personen entstehen. Dieses umfasst eine Fläche von etwa 18,5 Hektar.

Der aufgeflammte Grundstücksstreit bringt die Olympia-Macher nun besonders zeitlich unter Druck. In vier Wochen muss das offizielle Bid Book (Bewerbungsbuch) mit konkreten Planungen beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingereicht werden. Letzter Abgabetermin ist der 11. Januar. Das IOC entscheidet am 6. Juli im südafrikanischen Durban über den Winterspielort 2018. Neben München bewerben sich Annecy in Frankreich und der südkoreanische Favorit Pyeongchang. dpa