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Olympia 2018: Grundeigentümer wenden sich direkt an das IOC

Olympia 2018: Grundeigentümer wenden sich direkt an das IOC

München. Der Grundstücksstreit für das Großprojekt Olympia 2018 in München hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nach dem Ablauf eines Ultimatums zum Rückzug der Bewerbung haben sich 59 Grundstücksbesitzer aus Garmisch-Partenkirchen am Donnerstag direkt an das Internationale Olympische Komitee (IOC) gewandt

München. Der Grundstücksstreit für das Großprojekt Olympia 2018 in München hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nach dem Ablauf eines Ultimatums zum Rückzug der Bewerbung haben sich 59 Grundstücksbesitzer aus Garmisch-Partenkirchen am Donnerstag direkt an das Internationale Olympische Komitee (IOC) gewandt. In dem Brief an IOC-Präsident Jacques Rogge teilt Anwalt Ludwig Seitz mit, dass seine Mandanten ihren Grundbesitz für die Winterspiele nicht zur Verfügung stellen werden. "Die Entscheidung der Grundeigentümer ist unumstößlich", heißt es in dem Schreiben.Ein Teil der verweigerten Flächen liege "im Kernbereich der drei Sportstätten", der Kandahar-Piste, dem Hausberg und dem Skistadion am Gudiberg. Ohne die Grundstücke seien die vorgesehenen Sportstätten "nicht funktionsfähig", schreibt Seitz.

Die Olympiabewerber reagierten gelassen. Das Schreiben enthalte aus seiner Sicht keine Neuigkeiten, erklärte der Geschäftsführer der Bewerbergesellschaft, Bernhard Schwank. "Wir möchten nochmals betonen, dass es sich nicht um 59 Grundstückseigentümer handelt, sondern eine Hand voll, die für unsere Planungen eine Rolle spielen", sagte Schwank. Man setze weiterhin auf Gespräche mit den Grundstückseigentümern. Sollten diese erfolglos bleiben, habe man auf jeden Fall wettbewerbsfähige Alternativen. dpa