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Olic schießt die Bayern ins Finale

Olic schießt die Bayern ins Finale

Lyon. Chapeau FC Bayern! Angeführt von Dreifach-Torschütze Ivica Olic ist der deutsche Fußball-Rekordmeister neun Jahre nach dem Titelgewinn von Mailand im Stile eines Champions in sein drittes Champions-League-Finale gestürmt. Beim beeindruckenden 3:0 (1:0)-Erfolg im Halbfinal-Rückspiel gegen Olympique Lyon erzielte der aus einem imponierenden Münchner Team herausragende Olic (26./67./78

Lyon. Chapeau FC Bayern! Angeführt von Dreifach-Torschütze Ivica Olic ist der deutsche Fußball-Rekordmeister neun Jahre nach dem Titelgewinn von Mailand im Stile eines Champions in sein drittes Champions-League-Finale gestürmt. Beim beeindruckenden 3:0 (1:0)-Erfolg im Halbfinal-Rückspiel gegen Olympique Lyon erzielte der aus einem imponierenden Münchner Team herausragende Olic (26./67./78. Minute) mit seinen Saison-Treffern Nummer fünf, sechs und sieben in der Königsklasse alle Tore. Die hilflosen Franzosen beendeten die Partie in Unterzahl, denn der frühere Leverkusener Cris (59.) sah die Gelb-Rote Karte. Gegner am 22. Mai im Endspiel von Madrid ist entweder Titelverteidiger FC Barcelona oder Inter Mailand, die sich heute im zweiten Halbfinale gegenüberstehen. "Drei Tore ist natürlich überragend", sagte Olic, "aber es war auch eine grandiose Mannschaftsleistung".

Das erste Tor gelang Olic nach Vorarbeit von Thomas Müller. Mit energischem Einsatz spielte er den Kroaten frei, der in Gerd-Müller-Manier zur umjubelten Führung abschloss. Das ersehnte Auswärtstor war da. Nach Vorarbeit von Altintop erzeilte Oilic in Halbzeit zwei das 100. Auswärtstor der Bayern in der Champions League. Mit seinem dritten Treffer nach Flanke von Philipp Lahm sorgte er mit dem ersten Champions-League-Hattrick für ein Bayern-Novum. Der Weg ins Endspiel war frei.

Auf den Tag genau ein Jahr nach dem Rauswurf von Jürgen Klinsmann bewahrten die abgezockt und entschlossen auftretenden Bayern unter Trainer Louis van Gaal vor 39 414 Zuschauern im ausverkauften Stade Gerland ihren Traum von drei Titeln. Die 2800 mitgereisten Bayern-Fans feierten mit "Finale, oho, Finale"-Rufen ihr Team, das alle Personalsorgen und den Ausfall des gesperrten Topstar Franck Ribéry unbeeindruckt wegsteckte.

Die ordnende Handschrift von Trainer van Gaal war klar zu erkennen. Im zehnten Europapokal-Finale der Club-Geschichte dürfte es für die Bayern im Estadio Santiago Bernabeu aber deutlich schwerer werden. Während bei den Münchnern nur Torwart Hans-Jörg Butt und Kapitän Mark van Bommel schon Champions-League-Final-Erfahrung haben, kann der erfahrene niederländische Coach als dritter Trainer überhaupt nach Ernst Happel und Ottmar Hitzfeld mit einem zweiten Verein den begehrten Pokal mit den Henkelohren gewinnen.

Mit Spannung erwarten die Münchner das für heute angekündigte Uefa-Urteil gegen den nach seinem Hinspiel-Platzverweis in Lyon gesperrten Ribéry. Bleibt es bei einer Verbannung für ein Spiel, wäre der Franzose in Madrid wieder dabei. Beim Weg ins Finale half Hamit Altintop auf der Ribéry-Position aus. Van Gaals Taktik-Kniff funktionierte, der Türke fügte sich auch auf der für ihn ungewohnten Position in das kontrollierte und reife Spiel der Münchner als linkes Pendant zu Robben hervorragend ein. Lyon wurde überhaupt keine Möglichkeit zur Entfaltung gegeben. Die durch eine von den Bayern nicht goutierte Spielverlegung in Frankreichs Liga ermöglichte Wochenendruhe half Lyon herzlich wenig. dpa