Ohne Isabell Werth nicht viel los

Ohne Isabell Werth nicht viel los

Aachen. Niederlage im Dressur-Viereck: Die deutschen Reiter blieben auch am dritten Tag des Chio in Aachen in den wichtigen Prüfungen sieglos. Ohne die gesperrte Dressur-Königin Isabell Werth hatte die deutsche Mannschaft keine Chance. Im Nationenpreis des größten Reitturniers der Welt musste sich die Gastgeber-Equipe mit dem zweiten Platz begnügen und offenbarte ein Nachwuchsproblem

Aachen. Niederlage im Dressur-Viereck: Die deutschen Reiter blieben auch am dritten Tag des Chio in Aachen in den wichtigen Prüfungen sieglos. Ohne die gesperrte Dressur-Königin Isabell Werth hatte die deutsche Mannschaft keine Chance. Im Nationenpreis des größten Reitturniers der Welt musste sich die Gastgeber-Equipe mit dem zweiten Platz begnügen und offenbarte ein Nachwuchsproblem. Den Sieg feierten die Niederländer. Im Parcours nebenan gewann derweil der Ire Cian O'Connor das Zeitspringen, Carsten-Otto Nagel (Wedel) war als Vierter bester deutscher Starter. "Wir hätten das aus eigener Kraft gewinnen können, aber alle haben geschwächelt", erklärte Dressur-Bundestrainer Holger Schmezer. Die Gastgeber kamen nur zu einer Gesamtsumme von 210,213 Prozentpunkten und mussten die Niederlande (212,256) klar vorbeiziehen lassen. Es war erst das zweite Mal, dass die deutsche Equipe in Aachen nicht gewonnen hat. Sieger in der Einzelwertung wurde der für die USA startende Steffen Peters mit Ravel (77,830). Bester Deutscher war Matthias Alexander Rath (Kronberg) mit Sterntaler (71,362) als Fünfter. Noch schwieriger dürfte es ohne die in eine Doping-Affäre verwickelte Isabell Werth bei der Europameisterschaft Ende August in Windsor werden - denn die Niederlande war in Aachen nicht mit der stärksten Mannschaft am Start. Der schärfste Konkurrent der deutschen Mannschaft schonte unter anderem den nationalen Meister Edward Gal. Die hohen Wertungen der bisherigen Vorreiterin Werth, bei deren Nachwuchspferd Whisper eine positive Doping-Probe vorliegt, werden dort noch mehr fehlen. dpa