Offensivspieler Tom Schmitt verlässt FC Homburg, Samstag gegen FK Pirmasens

Offensivspieler verlässt den FC Homburg : Für Schmitt enden drei ereignisreiche Jahre beim FCH

23-jähriger Offensivspieler verlässt Fußball-Regionalligist Homburg nach der Saison. Samstag ist sein letztes Heimspiel, Gegner ist der FK Pirmasens.

Waren es die Strapazen des gerade beendeten Trainings im strömenden Regen. Oder ist es der Wehmut über seinen baldigen Abschied. Auf jeden Fall macht Offensivspieler Tom Schmitt einen etwas bedrückten Eindruck, als er über seine zu Ende gehende Zeit beim FC Homburg redet. Das letzte Heimspiel des Fußball-Regionalligisten in dieser Saison gegen Mitaufsteiger FK Pirmasens an diesem Samstag um 14 Uhr wird für Schmitt auch der letzte Auftritt im Waldstadion sein – zumindest im FCH-Trikot.

„Ich war drei Jahre hier und habe in der Zeit viel erlebt: Abstieg, Wiederaufstieg – und in dieser Saison haben wir als Aufsteiger auch etwas Besonderes geschafft. Klar ist das Spiel am Samstag ein besonderes Spiel für mich“, sagt der gebürtige Koblenzer. Mit seiner stets vorbildlichen Einstellung hat sich Schmitt beim Homburger Anhang viele Freunde gemacht. Wenn er auf dem Platz steht, kann man sicher sein, volle Pulle zu bekommen.

Vor allem in der Saison 2017/2018, als dem FCH nach dem vorangegangenen Abstieg aus der Regionalliga mit einem furiosen Ritt durch die Oberliga der sofortige Wiederaufstieg gelang, erhielt der Außenstürmer viel Lob. Mit zwölf Toren und ebenso vielen Torvorlagen hatte Schmitt entscheidenden Anteil am Meistertitel. „Der Aufstieg war ein unbeschreibliches Erlebnis. Damals sind wir als Team so eng zusammengerückt, dass wir das sogar in die Regionalliga übertragen konnten“, erzählt er.

Zurück in der vierthöchsten Spielklasse, lief es für Schmitt zunächst gut. Jedoch nahmen die üppigen Einsatzzeiten, die der 23-Jährige in der ersten Saisonhälfte hatte, danach rapide ab. Der Einsatz war nach wie vor einwandfrei, der fußballerische Ertrag stimmte aber einfach nicht mehr mit dem läuferischen und kämpferischen Aufwand überein. Und es reichte einfach nicht mehr für die deutlich gestiegenen Ansprüchen einer Homburger Mannschaft, die mittlerweile zur Spitze der Regionalliga zählt.

Der junge Spieler hat die Baustellen erkannt, an denen er arbeiten muss. „Ich glaube, ich habe zu Beginn der Saison gute Spiele gemacht und hatte dann eine Phase, wo es nicht so lief. Daraus muss ich lernen für meinen weiteren Weg“, sagt Schmitt und beweist eine erstaunliche Selbstreflexion für einen Spieler seines Alters. „Ich denke, ich muss mehr Konstanz auf dem Platz bringen. Wenn ich das bei meinem neuen Verein schaffe, glaube ich, dass vieles möglich ist.“

Wie es nach dem letzten Spiel beim FCH für ihn weitergehen wird, lässt Schmitt entspannt auf sich zukommen. Er weiß, dass die konkreten Personalplanungen bei vielen Vereinen erst losgehen, wenn Auf- und Abstiege nach dem letzten Spieltag endgültig feststehen. „Ich würde die Region auch mal komplett wechseln. Auch das Ausland kann ich mir vorstellen. Ich bin Single, und meine Familie steht immer voll hinter mir, egal, wo ich spiele. Von daher bin für Abenteuer offen. Es öffnet sich immer eine neue Tür. Dafür ist das Leben da, nicht immer nur an einem Fleck zu sein“, sagt Schmitt. So verlässt er Homburg „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, wie er sagt. „Ich freue mich auf neue Herausforderungen, aber ich habe hier auch Leute kennen gelernt, die ich ins Herz geschlossen habe – vielleicht sogar Freunde, wenn man es im Fußball so nennen kann.“ Wahrscheinlich war es dann doch eher Wehmut, der für die leicht bedrückte Stimmung sorgte.

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