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Oesterhelweg ist nicht zu stoppen

Oesterhelweg ist nicht zu stoppen

In den letzten vier Spielen hat Maximilian Oesterhelweg für Fußball-Regionalligist SV Elversberg fünf Tore geschossen – gleich zwei beim 5:0 (1:0)-Kantersieg am Samstag gegen den TSV Steinbach, durch den die SVE vorne mit dabeibleibt.

Was ist bloß mit Maximilian Oesterhelweg los? Der Mittelfeldspieler der SV Elversberg hat am Samstag beim 5:0 (1:0)-Sieg gegen den TSV Steinbach seinen ersten Doppelpack für die SVE geschnürt. Bereits in den vorangegangenen drei Spielen erzielte der 26-Jährige jeweils einen Treffer. "Er ist in der Form seines Lebens. Er war heute unser Dosenöffner", sagt Mitspieler Markus Obernosterer.

Nach ausgeglichenem Spiel vor 1275 Zuschauern im Stadion an der Kaiserlinde machte Oesterhelweg in der 24. Minute erstmals den Unterschied aus. Von der Außenbahn zog der Linksaußen nach innen und traf aus 24 Metern genau in den Winkel zum 1:0. "Er trainiert diese Dinge im Training. Er hat sich diese Form hart erarbeitet", sagte SVE-Trainer Michael Wiesinger .

Nach dem Seitenwechsel flankte Oesterhelweg auf Edmond Kapllani, der am kurzen Pfosten zum 2:0 einköpfte (47. Minute). Das 3:0 machte Oesterhelweg wieder selbst (66.). Allein vor dem Steinbacher Tor schob er den Ball überlegt ins lange Eck. "Wenn ich nur vorne rumturnen würde, dann würde ich auch jedes Mal treffen. Ich muss für Maximilian ja auf der linke Seite die Drecksarbeit machen", sagte SVE-Kapitän Thomas Birk nach dem Spiel und musste lachen. Sekunden später zog er Oesterhelweg während eines TV-Interviews die Hose runter - ein Zeichen für den Spaß, der zurzeit bei der SVE herrscht. "Ich hab Thomas gesagt, er soll hinten dicht machen. Den Rest erledige ich vorne", witzelte Oesterhelweg.

Markus Obernosterer (68.) und Steffen Bohl (75.) machten den 5:0-Sieg dann perfekt. Die SVE hätte das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können. Vom TSV Steinbach, bei dem die Ex-Elversberger Jan Nagel (wurde in der 52. Minute ausgewechselt) und Patrick Dulleck (verletzungsbedingt nicht im Kader) spielen, kam in der zweiten Halbzeit kaum noch Gegenwehr. Dementsprechend bedient war Steinbachs Trainer Matthias Mink: "Das war eine Katastrophe." SVE-Trainer Wiesinger dagegen gönnte seinen Spielern den Spaß, trat aber auch ein bisschen auf die Euphorie-Bremse. "Die Jungs haben sich für ihre Arbeit mit dem 5:0 belohnt, das ist in Ordnung. Aber wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht überschwänglich werde", sagte Wiesinger, der am kommenden Samstag mit Elversberg zu Gast bei Hessen Kassel ist.