Ochs will wechseln

Saarbrücken · Die Planung der kommenden Saison ist beim 1. FC Saarbrücken in vollem Gange. Gestern unterschrieb Top-Stürmer Matthew Taylor einen Vertrag beim FCS. Torhüter Timo Ochs will seinen Vertrag hingegen auflösen.

Knapp zwei Wochen vor dem Trainingsauftakt laufen beim Drittliga-Absteiger 1. FC Saarbrücken die Kaderplanungen auf Hochtouren. Am Montag flatterte der unterschriebene Vertrag von Stürmer Matthew Taylor aus dem Fax. Der 32-jährige Amerikaner unterzeichnete während seines Heimaturlaubs einen Kontrakt bis 2016 mit den Blau-Schwarzen. "Ich kann sagen, es waren nicht die finanziellen Gründe, die Matthew überzeugten", erzählt FCS-Trainer Fuat Kilic, "er ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und hier mit etwas aufzubauen."

Das will auch David Salfeld. Der 23-jährige Torhüter wechselt vom Zweitliga-Aufsteiger Darmstadt 98 an die Saar. Der 1,90 Meter große Wormser spielte in der Jugend beim 1. FC Kaiserslautern und hat laut FCS-Schatzmeister Dieter Weller einen Zweijahres-Vertrag mit Option unterzeichnet. Im 24 Köpfe starken Aufgebot sollen drei Torhüter zu finden sein. "Nach der Absage Timos suchen wir natürlich jemanden, der schon bewiesen hat, Nummer eins zu sein", sagt Kilic. Ochs wird den FCS verlassen. "Der Verein hat mir ein ordentliches Angebot gemacht. Aber man soll nur das machen, von dem man zu 100 Prozent überzeugt ist", sagt der Torhüter, der einen für die 3. Liga gültigen Vertrag bis 2016 hat, "ich war überzeugt, als ich nach Saarbrücken kam. Aber es ist viel passiert und Regionalliga kann ich mir nicht vorstellen." Einen neuen Verein gäbe es noch nicht. Auch Tim Knipping (zu Borussia Mönchengladbach II) und Kevin Maek haben sich gegen den FCS entschieden. Bei Maek "sind wir vertraglich nicht auf einen Nenner gekommen", sagt Kilic, "daher haben wir das Angebot zurückgezogen."

Während mit Tim Stegerer und Kevin Pezzoni abschließende Gespräche ausstehen, stehen die Zeichen bei Philipp Hoffmann, Manuel Zeitz, Raffael Korte und Florian Ballas auf Trennung. "Philipp hat über seinen Berater signalisiert, dass er gerne höherklassig spielen möchte", erklärt Kilic, "bei den ausgeliehenen Spielern sehe ich wenig Chancen. Schließlich müssen wir uns in einem vorgegebenen finanziellen Rahmen bewegen". Dass andere Vereine das mit schöner Regelmäßigkeit nicht tun, ärgert Kilic, öffentlich Kritik üben, will er aber nicht. Auch nicht daran, dass einige Aktive noch auf Zeit spielen. "Einige Spieler haben teilweise Angebote von Vereinen, deren Liga-Zugehörigkeit noch nicht klar ist", sagt Kilic, "letztliche Klarheit gibt es nach der Entscheidung des DFB." Die soll wohl Ende der Woche kommen.

Drittligist FC Hansa Rostock erhält die Lizenz für die kommende Saison. Der Zulassungsbeschwerdeausschuss der 3. Liga sehe die dem Verein auferlegten Bedingungen als erfüllt an und werde dem Spielausschuss eine positive Empfehlung aussprechen, teilte Hansa Rostock gestern Abend mit.